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Warum wird Thujahecke braun?

Zugegeben – Eine Thujahecke gehört nicht zu meinen Lieblingshecken.

Sie bietet der Tierwelt nicht wirklich etwas. Aber manchmal geht es nicht anders und man entscheidet sich für die Pflanzen. Ich würde am liebsten Buchenhecken pflanzen.

Unser Garten ist aber so gelegen, dass wir mit 2 langen Seiten an einer Strasse grenzen und dazu noch relativ nah an Feldern sind und vor Wind kaum Schutz haben. Abends wird es sehr schnell kalt und ungemütlich. Wir wollten auch einen Sichtschutz haben und einen grünen Hintergrund für unsere Beete. Teilweilse haben wir Eiben gepflanzt, teilweile andere Immergrüne, wie zum Beispiel Thujen. Schon beim Pflanzen habe ich von vielen Menschen gehört, dass die Thujen oft braun werden. Ich wollte heute das Thema deshalb ansprechen.

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Thujen haben leider nicht die Eigenschaft nach dem Zurückschneiden aus dem alten Holz wieder zu treiben. Man darf sie deshalb nicht vernachlässigen und danach schneiden, mit der Hoffnung, dass sie sich wieder erholen. Das was bei vielen Sträuchen und auch Eiben geht, ist hier nicht möglich. Eine gute Pflege von Anfang an ist deshalb bei dieser Pflanze enorm wichtig.  Und diese fängt schon bei der Pflanzung an.

Viele machen sich keine Gedanken, was für Boden für Thujen richtig ist. Sie pfanzen die Hecke und kümmern sich nicht mehr um sie. So einfach ist es aber nicht. Wenn wir gesunde Pflanzen haben wollen, müssen wir den Pflanzgraben gut vorbereiten und nach der Pflanzung pflegen. Und das heisst:

  • Erde tief lockern.
  • Kompost und Rinderhumus beimischen.
  • Bei schwerem Boden für Schutz vor Staunässe sorgen.
  • Mulchabdeckung um die Pflanzen, um vor Unkräuter und Wasserverlust zu schützen.
  • In den ersten 3 Jahren bei zu wenig Regen gründlich wässern. Danach nur bei großer Hitze und Dürre.
  • immer vor dem Winter für Bodenfeuchtigkeit sorgen (als Schutz vor Frostschäden).
  • Im Frühjahr düngen, am besten organisch.
  • Regelmässig schneiden, damit die Pflanzen dicht werden. Eine einmal zu breit gewordene Hecke lässt sich nie wieder schmaler machen. Wenn sie zu tief schneiden, wird die Hecke auch braun.

Eine schöne grüne Hecke ist kein Hokus Pokus. Thuja verliert ihre “Blätter“ im Winter nicht. Sie müssen immer versorgt werden. Eine vernachlässige Pflanze ist auch anfällig für Pilzkrankheiten, denn sie hat nicht genug Kraft um sich gegen sie zu wehren.

Die häufigsten Ursachen, für das Braunwerden einer Thujahecke sind also:

  • falsche Pflege – das fängt schon bei der Pflanzung an. Zu viel, zu wenig giessen, Staunässe oder zu trockener Boden. Kein Dünger oder zu viel gedüngt.
  • Ein falscher Schnitt. Zu selten geschnitten und danach zu tief, um den versäumten Schnitt nachzuholen.
  • Krankheiten, die besonders geschwächte, ungepflegte Pflanzen befallen.
  • Schäden, die durch Hunde- oder Katzenurin entstehen (sie sind meistens nur in in den unteren Teilen den Pflanzen zu sehen und sind schwarz).
  • Es gibt Thujasorten, die im Winter bronzene Farben annehmen, das ist aber völlig normal.

Ich höre im Sommer bei großer Hitze sehr oft, dass die Hecke alleine zurecht kommen solle und dass die Leute nicht giessen wollen, weil das Wasser zu teuer sei.

Ganz ehrlich – wenn man eine solche Einstellung hat, sollte man sich für einheimische Sträuche entscheiden, die so etwas tatsächlich ohne Schaden überstehen. Thujahecke, besonders auf sandigem Boden muss bei lange Hitze und Trockenheit gegossen werden. Sie wurzelt nicht tief wie ein Baum, um sich das Wasser holen zu können, denn das sind Flachwurzler. Schäden bei Thuja sieht man erst Wochen später, vielleicht erst im Herbst. Ein Regenmesser muss regelmäßig kontroliert und dann entschieden werden, ob man giessen soll oder nicht.

Manchmal täuscht es nämlich. Man denkt, dass es endlich geregnet hat, die Menge war aber nicht ausreichend, um wirklich an die Wurzeln zu kommen. 15 Liter pro m2 sollten schon sein. Eine angewachsene Thujahecke muss nur bei Hitze und Trockenheit gegossen werden. Und im Herbst vor dem Frost, wenn es nicht genug geregnet hat.

Noch eine Kleinigkeit. Wir sprechen hier von braun werden, aber gemeint ist das Absterben der äusseren Teile. Thuja säubert sich nämlich regelmässig von innen. Dort wo kein Licht hinkommt, wird sie braun und sie wirft diese Teile ab und zu ab. Das ist aber ein ganz normaler Prozess.

Fazit: Mit guter Pflege wird keine Hecke braun. Braune Hecke weisen auf mangelnde Pflege und daraus folgende Schäden hin.

 

Thujahecke pflanzen

Eigentlich mag ich die Thujenhecken nicht besonders. Heutzutage sieht man sie fast überall und oft sind sie noch dazu nicht richtig gepflegt. Sie werden natürlich im Hochsommer nicht gegossen, oft nicht gedüngt und sehen demsprechend auch aus.

Thujensorte Smaragd

Frühjahr 2012

Der Schnittaufwand einer Thujenhecke ist mir im Moment auch zu hoch. Wie haben bereit eine Zypressenhecke und jedes Jahr ist mein Mann einen ganzen Tag mit Schneiden und Aufräumen beschäftigt. Ausserdem wollte ich die Hecke nicht überall haben, weil es zu erdrückend und zu langweilig wirken würde. Wir haben aber an einer Seite die Sorte Smaragd gepflanzt, aus 3 Gründen:

  • Wir wollten auch zur Strasse einen kleinen Sichtschutz haben,
  • Es musste etwas Scheinzypressen ähneln, da sich die Hecke diesen anschliessen soll und
  • Es musste sehr schmal wachsen, da dort schon Apfelbäume standen.

Da wir die empflindlichen Scheinzypressen nicht wieder pflanzen wollten, fiel die Wahl auf die bekannte Thujensorte Smaragd. Sie wächst von alleine schmal und der Schnittaufwand ist sehr gering.

Kompromisse in einem vorgefundenen Garten

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Sommer 2012

Die Vorbesitzer hatten bereits vor ein paar Jahren auf dem Grundstück zwei Apfelbäume gepflanzt, daher konnten wir die Hecke nicht in einem Stück den Zaun entlang pflanzen.

Die Apfelbäume könnte man dafür zwar fällen, aber das wäre einfach zu Schade, da sie sehr leckere Früchte tragen. Die Bäume sind zudem bereits groß und bieten auch einen kleinen Sichtschutz, auch wenn der nicht besonders breitflächig ist.

Wir haben die erste Pflanzen direkt nach dem Einzug gepflanzt. Inzwischen sind gerade 4 Jahren vergangen. Die Hecke wurde immer großzügig gegossen und im Frühjahr und im Juni gedüngt. Teilweise organisch, teilweise mineralisch. Wie man sieht, wachsen die Pflanzen nicht gleichmässig und wir haben mit dem Schnitt noch gewartet. Wir werden diesen aber im Jahr 2016 endlich vornehmen. Der Zaun im Bereich der Hecke kann voraussichtlich in 2017 zurückgebaut werden, nachdem die Thujen noch etwas grösser geworden sind.

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Im Moment sehen die Pflanzen so aus. In diesem Jahr werden sie endlich eine schöne Grösse erreichen und können diese der Scheinzypressenhecke weiter angleichen.

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Das sind die Probleme, mit den sich Gartenbesitzer messen müssen, wenn sie schon einen bestehenden Garten erwerben. Manchmal alles zu ändern ist einfach zu kostspielig oder auch zu aufwändig, so dass ma kreative Lösungen finden muss. Für uns ist diese Lösung zwar nicht optimal, aber wer weiss, ob wir mit der Zeit nicht die Scheinzypressenhecke auch gegen eine Thujenhecke austauschen werden. Im Moment steht sie noch, obwohl schon zum Zeitpunkts des Hauskaufs 2 Lücken mit abgestorbenen Pflanzen vorhanden waren. An einer Stelle ist sie immer noch nicht vollständig zugewachsen. Hinter den Kompostern wird die Hecke ebenfalls braun. Ich weiss nicht, ob das an Lichtmangel, Trockenheit, einem Pilz oder zu starker Konzentration der Nährstoffe liegt. Der Kompostplatz war auch schon da, als wir das Hause kauften, und ich habe noch keinen anderen/besseren Platz für ihn gefunden … Gegen einen Pilz habe ich die Hecke auch schon behandelt. Mal schauen, ob sich das in diesem Jahr bessert …

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Sommer 2015

Das war der erste Abschnitt unserer Hecke. Der zweite befindet auf der rechten Seite der Apfelbäume. So haben wir so zu sagen eine Lücke dazwischen, aber wir können uns mindestens so mit unseren Nachbarn unterhalten und wir fühlen uns nicht ganz mit der Hecke abgegrenzt.

Der zweite Heckenabschnitt

Der zweite Abschnitt entstand ziemlich spontan. Ein Strauch musste weichen und ich habe einfach nicht länger warten können. Ich habe die daneben stehenden auch ausgegraben, die anderen nach vorne verpflanzt und die Rabatte um das Doppelte vergrößert. Jetzt sind die jungen Perückensträucher ganz vorne und es wird mich nicht stören, dass diese erst im Mai austreiben. Der entstehende, grüne Hintergrund wird ihre schöne gelbe und rote Farbe gut zur Geltung bringen.  Ich werde aber die Sträucher mit der Schere im Zaum halten müssen, obwohl diesen ziemlich viel Platz bis zu Thujen gelassen, aber das wird trotzdem ohne Schneiden nicht reichen.

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So war es

Diesmal habe ich mich für Ballenware entschieden, da wir schon Herbst hatten und weil ich einfach zufällig eine tolle Qualität gefunden habe. Das Graben der Löcher für diese Pflanzen war genauso schwierig und arbeitsintensiv wie für die Kirschlorbeeren. Viele Steine und Wurzel haben mir das Leben schwer gemacht. Ich habe den Aushub mit einer guten Erde gemischt, Hornspäne und Rindenmulch verteilt. Bis zum Frost habe ich, wenn es nötig war (mit Regenmesser!), kräftig gegossen. Ich hoffe, dass sich die Hecke durch die lange Zeit der hohen Temperaturen bis Ende diesen Jahres bewurzeln konnte und im Frühjahr richtig gut starten kann.

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So ist es