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Etwas gegen Kieswüsten tun

Eine Raupe des Schwalbenschwanzes

Im Gemüsegarten wird alles nur mit Brenneselnjauche und Kompost gedüngt

Habt ihr auch den neuen Trend inprivaten Gärten gesehen? Überall entstehen Kieswüsten die

leider nichts mit einem lebendigen Garten zu tun haben. Immer mehr Menschen möchten weniger Arbeit haben. Der Garten soll pflegeleicht sein und nur dem Menschen etwas bieten.Aber seien wir ehrlich!

Was bietet uns so ein “Garten“, wenn dort nur ein paar Gräser wachsen? Was bietet so ein Garten den Tieren? Mich macht es traurig, was so manche „Garten“besitzer auf ihrem Grundstück anrichten. Es darf kein “Unkraut“ wachsen und Tiere sind schon gar nicht willkommen. Wie kann man sich in so einem toten Garten wohl fühlen?

Das alles ist mir ein Rätsel! Mir war von Anfang an wichtig, viel für die Natur zu tun, auch wenn das mit Arbeit verbunden ist. Haben wir schon vergessen, dass Bewegung uns fit hält und dass die Gartenarbeit auch für unseren Geist sehr positiv ist?

Ich werde sehr oft darauf angesprochen, wozu ich so viele Pflanze gepflanzt habe, die Arbeit machen. Meine Antwort ist immer gleich: weil ich dafür einen Garten habe!! Nicht um nur dort zu sitzen und zu grillen, sondern um die Natur zu bestaunen und jeden Tag etwas Neues zu endecken. Wie langweilig muss ein Grundstück sein, wenn dort nichts wächst, was blüht? Wenn dort nur Pflanzen wachsen, die das ganze Jahr über gleich aussehen? Aus diesem Grund pflanzte ich viele Stauden und Zwiebelblumen um jeden Tag etwas haben, was blüht. Von Ende Februar bis in den Herbst hinein öffnet sich bei mir im Garten etwas neues, was mich aufs Neue begeistert.

Auch meine Kindern haben etwas davon. Mein Kleiner kommt immer wieder aufgeregt zu mir, weil er einen neuen Vogel, eine Raupe oder einen Schmetterling entdeckt hat. Ich werde nie verstehen, warum Menschen teures Spielzeug kaufen, wenn die Natur so viel mehr zu bieten hat, und das fast umsonst! Das kann aber nur dann passieren, wenn im Garten eine grosse Vielfalt an Stauden und Sträuchern wächst.

Überall kann man lesen, dass wir 80% weniger Insekten haben. Als Gartenbesitzer können wir aktiv etwas dagegen unternehmen!!

Pflanzen wir nektarspendende Pflanzen, Sträuche die Nahrung für Vögel bieten (Vogelnährgehölze) und räumen mir unsere Gärten vor dem Winter nicht leer. Wichtig ist auch Laub zu dulden, weil gerade darin viele Insekten überwintern. Auch sollte man erst nach dem Winter zurückschneiden. Auf vertrockneten Stauden finden viele Wesen Unterschlupft und Nahrung.

Seien wir nicht so pingelig, Natur braucht Unordnung

In einem sterilen Garten ist kaum Leben. Lasst uns unsere Grundstücke lebendiger gestalten! Wir sollen nicht vergessen, dass wir selbst ein Teil der Natur sind.

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