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Arbeitsreiche Zeit

Viele von Euch haben mich schon gefragt, warum ich so plötzlich still geworden bin 🙂 Ja, es passiert im Moment einfach so viel, dass ich wenig Zeit zum Schreiben habe.

Wie ich schon im Februar ankündigte, haben wir für dieses Jahr ziemlich viel vor, und sind jetzt dabei einiges im Garten zu verändern.

Wir haben bereits eine Sitztecke angelegt und die Beete vergrößert. Die Beetränder bestehen jetzt aus Pallisaden, was den Vorteil hat, dass die Amseln keinen Rindenmulch mehr auf den Rasen werfen können 😉

Ich habe einige Pflanzen geteilt und sie an verschiedenen Stellen wiederholt (hakonechloa macra zum Beispiel). Ich habe auch 2 neue Beete angelegt, eines davon in weiss 🙂

Wir haben noch vor 3 neue Komposter zu bauen, eine Stützmauer zu errichten und erhöhte Beete anzulegen. Die dafür vorgesehene Steine sind teilweise schon da 🙂

Auf dem neuen weißen Beet werden diese Pflanzen wachsen:

Scheinsonnenhut

Zwerg-silberraute

Sesleria Autumnalis

Ysop

Stipa

Gelenkblume

und Sommermargerite.

Gestern habe ich die Rasenkanten geschnitten. Ich kann Euch diese Schere sehr empfehlen. Man muss sich gar nicht bücken 🙂

Wenn man lieber mit elektrischen Geräten arbeitet, lohnt sich auf jeden Fall der Kauf einer solchen Rasenscheren.

Ich melde mich wieder, wenn die Komposter fertig sind 🙂

Rasenkanten schneiden

Wir haben gerade Anfang Oktober und langsam wird es höchste Zeitpunkt die Rasenkanten wieder in Ordnung zu bringen. Viele Menschen denken, dass es einfach überflüssig sei und sie diesen Quatsch garnicht machen bräuchten. Viele denken, dass sie keinen englischen Garten haben wollten, deshalb lassen sie diese Tätigkeit einfach liegen.

Ich mag frisch geschnittene Rasenkanten (nicht verwechseln mit Schneiden mit der Rasenschere). Der ganzer Garten sieht danach sauber und aufgeräumt aus, dabei lasse ich über den Winter fast alle Stauden ungeschnitten (Vogelnahrung und Unterschlupf für Insekten). Sie bringen Struktur im Winter und mit Reif und Schnee überzogen sehen sehr schön aus. Aber sie bringen ein bisschen „Unordnung“ und die akurat geschnittenen Rasenkanten helfen dagegen zu wirken 😉

Ok, ok. Ich mag den englischen Stil. Aber nicht nur deswegen ist es ratsam, mindestens einmal im Jahr (lieber 2-3 mal) die Rasenkanten zu schneiden. Es ist danach viel einfacher alle Ecken im Rasen zu mähen. Man muss nichts mit der Schere nacharbeiten und der Rasen, der über die Randsteine wuchert, sieht oft sowieso trocken und ungepflegt aus, weil die Wurzeln keinen Bodenkontakt haben. Das Gras wächst dort flach und liegt oft einfach auf dem Boden.

Heute war es sehr kalt draussen. Als ich um 6:30 Uhr gejoggt bin, zeigte der Thermometer -2 °C. Bei diesem Wetter hatte ich keine Lust mit einem Brett zu arbeiten. Um die Kanten wirklich gerade zu kriegen, schneidet man normalerweise an einem Brett entlang. Um ehrlich zu sein, das habe ich noch nie gemacht. Es soll ordentlicher aussehen und pflegeleichter sein, aber gerade wie ein Lineal mussten die Kanten nicht unbedingt werden 😉

Nachdem unser Rasen nach dem Sommer ziemlich mitgenommen aussah, erholte er sich nach dem Belüften, Sanden und Düngen (Wurmhumus) sehr gut. Dadurch, dass ich heute noch die Kanten geschnitten habe, sieht es sehr gepflegt aus.

Ich habe dabei noch 20 „Unkräuter“ (auch schöne, wertvolle Pflanzen) rausgestochen und bin damit für dieses Jahr fertig mit der Rasenpflege. Ok. ein paar mal werden wir noch Mähen müssen.

Übrigens: wie entsorgen unseren Rasenschnitt nie. Entweder benützen wir die Mulchfunktion oder mulchen wir damit die Beete. Auch Falllaub werden wir nur vom Rasen räumen und auf die Beete verteilen, der Rest wird kompostiert.

Zurück zum Thema: wie schneidet man die Rasenkanten? Einen Spaten kann man dafür nicht nehmen, denn er ist normalerweise zu gewölbt. Stattdessen nimmt man ein scharfes Gerät, das wie Butter in das Erdreich kommt. Wir benützen seit Jahren so ein Gerät. Es lohnt sich etwas Gutes zu kaufen. Rasenstecher

img_30051Die Kanten werden wieder in Ordnung gebracht, was sehr einfach und leicht geht. Man braucht kaum Muskelkraft zu benützen, wenn man die Prozedur durchführt, insbesondere nachdem es einen Tag zuvor geregnet hat. Die Erde sollte noch weich und feucht sein. Der abgestochene Rasen wird von Erde befreit und auf den Kompost geschmissen. Die entstandenen Lücken werden mit einem Gemisch aus Kompost und Sand wieder aufgefüllt. Wir nehmen mehr Sand als Kompost und das Ausstechen wird jedes Mal leichter. Mittlerweile entstehen kaum Lücken, weil man die Graswurzeln gut vom Sand befreien kann. Wir haben hier in unserer Gegend schweren Lehmboden und es war am Anfang schwierig die Erde abzuschütteln.

Nachdem man die Lücken mit dem Sandgemisch wieder geschlossen hat, kann man die Grenzsteine noch fegen.

Ich hatte mir für die ganze Prozedur 2 Stunden vorgenommen (800 m2 Grundstück) und in dieser Zeit bin ich auch fertig geworden. Hier das Resultat- wie gesagt, nicht wirklich gerade, aber immer noch besser als die zugewachsenen Grenzsteine 😉

Ich habe gelesen, dass manche Leute so einen Rasenkantenschneider benutzen. Ich möchte ihn auch für Zwischendurch ausprobieren. Unsere Grenzsteine sind schon wieder zu tief im Boden. Das ist unsere nächste Baustelle. Bis dahin mähen wir die Grenzen einfach eine Stufe höher.