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Unser Kompost

img_53881Könnt Ihr euch erinnern, dass wir im letzten Jahr mit kontrollierter Heissrotte mehrere Haufen Kompost hergestellt haben? Wir haben den Kompost über den Winter zum Reifen in Kompostbehälter gefüllt und wollten ihn Mitte März auf die Beete ausbringen.

Dieses Jahr hatten wir einen harten Winter. Es war sehr lange kalt, ohne mildere Perioden dazwischen. Man sieht es an den Immergrünen, die in diesem Winter das erste mal Schaden erlitten haben.

Seit gestern sind die Beete endlich schneefrei, obwohl es schon seit über einer Woche deutlich wärmer ist. Der Boden war aber so tief gefroren, dass der Schnee einfach nicht schmelzen wollte.

Ich habe heute einen Blick auf den Kompost geworfen und ich bin positiv angetan.

Der Kompost riecht nach Wald, hat eine lockere Struktur und sieht wie schwarze Erde aus.

Fazit: eine 3-4 wöchige Heissrotte lohnt sich wirklich. Alle Krankheitserreger und Samenrückstände sind abgetötet und ich werde wahrscheinlich kaum Sieben müssen, da ich bereits am Anfang alles zerkleinert habe.

Komposthaufen anlegen

Es ist soweit. Endlich ist es wärmer geworden, der Rasen hat angefangen zu wachsen und wir mussten das erste mal mähen. Ich habe darauf schon gewartet (und konnte es kaum erwarten 😉 ).

Im Herbst habe ich Blätter und Zweige gesammelt, Holzkohle produziert und Gesteinsmehl besorgt. Darüber hinaus habe ich auch kleine Mengen Pferdemist organisiert und diese auch mit Erde überdeckt um Stickstoffverlust vorzubeugen.

Ich habe beim Mähen Blätter auf den Rasen geworfen, dass sie auch zerkleinert und direkt im Fangkorb mit Rasen vermischt wurden.

Das Rasen-Blättergemisch habe ich mit Pflanzkohle, Gesteinsmehl, Küchenabfällen, Pferdemist und kleinen Mengen Hornmehl und altem Kompost vermischt. Da in der Mischung sehr viel ausgestochene Grassoden und damit auch Erde enthalten ist, wird das Hornmehl benötigt, um einen ggf. vorhandenen Stickstoffmangel auszugleichen.

Schon nach ein paar Stunden fing der Komposthaufen an sich zu erwärmen. Es ist praktisch, in diesem Moment ein Kompostthermometer zu besitzen, um zu prüfen, ob die Heissrotte wirklich stattfindet. Nach 4 Tagen ist die Temperatur auf über 60 Grad gestiegen. Jetzt werde ich 2 mal die Woche den Haufen wenden, so dass wirklich der ganze Haufen sich erwärmen kann und so Keime und Samen abgetötet werden.

Nach ein paar Tagen kommt noch ein bisschen Rasenschnitt dazu und das Ganze wird sich bestimmt wieder erwärmen. Nach 3 Wochen werde ich den Kompost in einen Kompostbehälter umschichten und prüfen, ob er sich nicht nochmal erwärmt. Wenn die Temperaturen nicht mehr steigen, kommen dort unsere Kompostwürmer hinein, die im Keller überwintert haben.

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Ich hoffe auf diese Weise sehr schnell einen guten Kompost zu bekommen, denn ich muss unbedingt unseren Lehmboden lockern und verbessern. In ein paar Wochen werde ich wieder einen Komposthaufen anlegen. Zu den oben genannten Bestandteilen kommen dann noch Wiesenkräuter und Brenneseln dazu. Auch Gründünger aus unserem Gemüsebeet werden wir beimischen.

Ich werde berichten, wie schnell ich den fertigen Kompost „ernten“ werde.

Theoretisch könnte man auf diese Weise ca. alle 3 Monate frischen Kompost herstellen und ausbringen. Allerdings werde ich damit bis zum nächsten Frühjahr warten, da ich stabilen Humus erhalten will, um die Nährstoffe geht mir hier nicht in erster Linie. Zum Düngen ist natürlich der frische Kompost am Besten geeignet, mein Ziel ist es aber hauptsächlich unseren Boden zu verbessern. Ich möchte den Humus auch auf den Rassen verteilen können und dazu muss er sich komplett zersetzt haben.