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Hortensie vermehren

Jeder der Hortensien mag, stellt sich irgendwann diese Frage: wie vermehre ich diese Schönheiten?

Es geht wirklich einfach und es macht Spass!

Zuerst sollte man schöne, robuste Triebe aussuchen, die keine Knospen gebildet haben. Man schneidet diese Triebe unterhalb des Blattansatz ab. Direkt darüber sitzende Blätter sollte man ganz abschneiden und die Restlichen einfach halbieren. Das hilft der Pflanze sich besser zu bewurzeln, da die Verdunstungsfläche minimieriert wird.

Wenn man ein Stecklingspulver zur Hand hat, sollte man dieses benutzen. Dazu einfach die Enden hineinstellen und den Überschuss danach abschütteln.

Was für Erde benutzt man für Hortensienstecklinge?

Es gibt Anzuchterden, die sich gut dafür eignen. Ich persönlich nutze immer selbst gemischte Substrate. Dafür nehme ich Kokosfasern, ein bisschen Wurmhumus, Sand oder Vermiculite und ein bisschen ungedüngten Torf. Das Substrat sollte nährstoffarm sein, um das Faulen der Stecklinge zu verhindern und die Entwicklung der Wurzeln zu befördern.

Zum Schluss müssen wir noch die Erde gießen und die Anzuchttöpfe entweder mit einer Plastiktüte oder Glas abdecken. Nur nicht versessen: man sollte ab und zu das Minigewächshaus lüften. Sonst kann sich Schimmel ausbreiten.

Innerhalb von 2-4 Wochen bilden sich kräftige Wurzeln. Danach sollte man immer wieder die Abdeckung öffnen, um die Pflanze an geringere Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Irgendwann, dass werden Sie merken, kann man die Abdeckung ganz weg lassen. Wenn der kleine Topf ganz mit Wurzeln befüllt ist, muss man die Stecklinge umpflanzen. Dafür nimmt man diesmal eine Rhododendronerde oder Torf mit Wurmhumus und Kompost gemischt. Den ersten Winter sollten die Stecklinge zu Hause oder in der Garrage verbringen, weil sie noch ziemlich empfindlich sind. Im Frühling kann man sie auspflanzen und sie werden bereits in diesem Jahr blühen.

Eine weitere Möglichkeit die Hortensien zu vermehren ist, einen Senker zu setzen. Dafür muss man einen nah am Boden wachsenden Ast mit einem Erdanker oder Stein zur Erde drücken, so dass er Bodenkontakt hat. Am besten soll man auch eine lockere Anzuchterde darüber schütten. Jetzt muss man einen Saison lang abwarten. Danach kann man den Ast zusammen mit Wurzeln, die unter dem Erdanker entstanden sind, einfach ausgraben und umpflanzen.

Diese Methode hat den Vorteil, dass man direkt grössere, robuste Pflanzen bekommen kann und dass man die Stecklinge nicht im Haus überwintern muss. Es macht mir persönlich jedoch weniger Spass, als die Hortensien durch Stecklinge zu vermehren.