Gräser

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Ferner Osten mit Reitgras Calamagrostis acutiflora Karl Förster

Zusammen mit Hosta, Hortensien und Rosen gehören Gräser zu meinen Lieblingspflanzen. Ich liebe diese manchmal unscheinbaren Schönheiten aus mehreren Gründen. Sie sind pflegeleicht, bieten einen tollen Hintergrund für andere, blühende Stauden, wachsen toll in der Sonne und brauchen kaum gegossen zu werden.

Bei der Wahl der richtigen Gräser habe ich nicht nur auf das Aussehen geachtet, mir war es auch sehr wichtig, dass es sich nicht um wuchernde Gräser handelt. Aus diesem Grund habe ich Pflanzen gewählt, die horstig wachsen oder auch nicht zu expansiv sind.

Meine Beziehung zu den Gräser hat mit der Sorte Miscanthus angefangen. Miscanthus sinensis ‚Gracillimus‘ wuchs schon im Garten, als wir das Haus kauften. Direkt am Zaun nicht wirklich mit anderen Pflanzen kombiniert und als Sichtschutz mäßig geeignet, da leider erst Mitte Juni wirksam.IMG_2151

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Miscanthus sinensis ‚Gracillimus‘

Wir haben das Gras zwischen zwei Kugelbäume umgepflanzt, da es hier genügend Platz zur Entfaltung hat. Wir mussten den Horst verjüngen, da er von innen bereits total kahl war. Der Horts wurde geteilt und die äußere Teile wieder eingepflanzt.

Wir haben uns mit der Zeit auch andere Miscanthus Sorten besorgt, u.a.  “Ferner Osten“, “Adagio“, Morning light‘und Silberfeder“.

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Miscanthus Ferner Osten

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Miscanthus Morning Light

Obwohl diese Gräser in der Sonne wachsen sollten, kommt bei uns z.B. die Sorte “Ferner Osten sehr gut mit Halbschatten klar. Die Pflanze ist noch sehr jung, mal sehen, wie sie sich weiter entwickelt. Unser Favorit zwischen allen großen Gräser ist „Miscanthus Morning Light. Wir haben ihn auf einem Beet zusammen mit Immergrünen kombiniert. Seine schöne, helle, leuchtende Farbe setzt sich prima von dem dunkleren Thujahintergrund ab.

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Zwei große Sorten der Miscanthus haben wir auch auf der Terrasse in Kübeln stehen. Sie überwintern ohne Probleme und die Kübel stehen das ganze Jahr auf der Terrasse.

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Ein Zwerg unter den Miscanthus Gräsern ist der Miscanthus Adagio. Bei uns erreicht er nur 40 cm und wird dabei nicht besonders ausladend.

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Mein Favorit ist und bleibt Hakonechloa macra Aureola. Ich liebe diese Pflanze! Sie hat schöne weiss-grün gefärbte Blätter und ist ein Blickfang. Dunklere Plätze wirken viel freundlicher und heller, wenn man dort das Gras pflanzt.

Wichtig bei diesem Gras ist, dass der Boden nicht zu trocken und nicht zu nass ist. Wir haben es am Hang gepflanzt und dort ist sie eingegangen, sie hatte es im Winter vermutlich zu trocken. An einem viel zu nassen Ort hat sie auch nicht lange überlebt. Also denken Sie immer daran, das Pflanzloch gut vorzubereiten. Wichtig: In diesem sollte gute, lockere Erde mit einem organischen Dünger vermengt sein. Wenn sich das Gras einmal etabliert hat, ist es unempfindlich und pflegeleicht. Es wächst hortig und wuchert nicht. Es gibt genauso schöne Sorten wie Hakonechloa macra ‚All Gold‘ – Japan-Goldbandgras, die mehr Schatten vertragen. Beide sind wirklich schön und ich kann mir meinen Garten ohne diese Gräser nicht vorstellen.

Dieses Gras sieht wunderschön aus, wenn man es mit Heuchera (Pürpurglockchen), blauen Funkien und Buchsbäumen kombiniert.

Auch Pennisetum (Lampenputzergras) ist sehr wertvoll und zieht viele Blicke auf sich. Besonders im Herbst, wenn es  gelbbraunen Blütenwalzen hat und sich goldbraun verfärbt, verschönert es den Garten. Auch im Winter, mit Reif und Schnee sehen sie bezaubernd aus.

Wir haben im Garten auch ein Paar Carex Sorten. Besonders Evergold gefällt uns sehr gut. Sie ist eine einfache Pflanze, die nicht wuchert und schöne Akzente setzt und sogar im Winter ihre Laub behält. Um den Gräser das Leben einfach zu machen, kann im Herbst etwas Laub um die Wurzeln herum verteilen. Das wirkt als Winterschutz und bildet gleichzeitig mit der Zeit eine Humusschicht. Wir düngen unsere Gräser nur organisch. Eine Gabe Kompost mit Hornspänen im Frühjahr; Wurmhumus und sogar eine Schicht Grassschnitt hilft einen humosen, fruchbaren Boden zu behalten und gibt den Gräser die notwendige Nährstoffe.

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IMG_2787Ein letztes Gras, dass wir Euch wirklich an Herz legen möchten ich Luzula pilosa ‚Igel‘ – Frühlings-Hainsimse. Es wächst horstig und bildet eine schöne Beetumrandung, wenn man es richtig pflanzt. Das Gras ist auch als niedriger Bodendecker für kleinflächige Unterpflanzungen unter Laub- und Nadelgehölzen besonders gut einsetzbar. Weil es im Winter seine Blätter behält, passt es ausgezeichnet zu frühblühenden Blumenzwiebel-Gewächsen wie Schneeglöckchen, Winterling und Blausternchen. Es bildet für diese Blumen einfach einen tollen Hintergrund!

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