Archiv der Kategorie: Kugelbäume

Wir haben weitere Bäume gepflanzt

IMG_1749[1]Endlich ist es so weit. Vorgestern und gestern sind unsere letzten drei Bäume angekommen. Endlich können wir die restlichen Rasenkanten versetzen und den Rindenmulch wieder ausbringen. Die Bäume haben wir direkt gepflanzt, die Löcher hatten wir bereits Tage zuvor ausgebuddelt.

Und wie immer erwies sich diese Arbeit als besonders schwierig. Wir haben versucht richtig grosse Löcher zu graben, denn der Boden ist hier sehr schlecht. Sehr oft haben wir dabei Steine gefunden, die natürlich raus mussten. Der Untergrund hier in der Oberpfalz besteht aus verwittertem Felsen. 2 Spaten tief haben wir alles frei geräumt und mit einer guten Erde aufgefüllt. Den schweren Oberboden haben wir mit Rindenhumus vermischt, um diesen zu lockern. Ich hoffe, die Bäume werden dort gut wachsen.

Was sind das für welche? 2 weitere Kugelsumpfeichen und ein Kugelgingo ‚Mariken‘. Jetzt ist auch für meinen Mann erstichtlich, was ich mit den Bäumen erreichen wollte. Ich hatte vor den Garten zu teilen und ein Gartenzimmer zu schaffen. Und das ist mir gelungen! Wenn die Eibenhecke gross ist, wird es dort gemütlich und wir werden endlich ein bisschen Schatten haben. Jetzt heisst es aber erstmal Geduld haben – und warten.

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Ich habe gerade die Info bekommen, dass unsere Eichen frühestens in 7 Jahren Früchte bekommen werden. Immerhin, muss man keine 60 Jahre warten, wie bei normalen Eichen. Eichelhäher werden sich bestimmt freuen!

Wir haben uns jetzt noch ein neues Ziel gesetzt, den Vögeln ein bisschen zu helfen. Wir haben, wie berichtet, ein paar Sträuche entfernt und wollten deshalb mindestens ein paar zusätzliche Nistkasten aufhängen. Bis jetzt hatten wir 5 Stück im Garten und alle wurden jedes Jahr benutzt.

Vögelsträucher haben wir in der Gegend zum Glück genug, da wir auf dem Land wohnen. In der Nähe wachsen viele Vögelbeerenbäume und Früchte tragende Sträucher. Es fehlt aber an Nistmöglichkeiten und Insekten.

Unsere ganze Terrasse ist mit Blumen bepflanzt. Zusätzlich habe ich eine neue Rabatte mit Echinacea, Disteln und Fette Henne gepflanzt. Im Gemüsebeet wächst immer Klee oder Phacelia und in dem nächsten Jahr machen wir zusätzlich noch eine Wilde Blumenwiese. Uns ist bewusst, dass die Immergrüner nicht das Beste für die Vögel sind. Einheimische Sträucher wären bestimmt besser. Unser Grundstück ist leider schmal und von 2  Seiten von Strasse und Fussweg umrandet. Wir müssten die Sträuche ständig  schneiden, wodurch sie auch keine Früchte trügen und ein bisschen Privatsphäre wollten wir auch haben.

Also versuchen wir „eine kontrollierte Wildnis“ 😉 zu erschaffen. Für uns die Hecke, für die Natur ein bisschen Unordnung 😉 Reisighaufen, Steinhaufen und Verstecke sind schon entstanden. Auch einen mit Marder- und Katzenschutz ausgestatteten Nistkasten für Bodenbrüter werden wir zwischen Holz und Rinde verstecken. Im Herbst wird auch Herbstlaub auf den Beeten verteilt. Und die Stauden werden erst im Frühjahr abgeschnitten, um den Vögel die Nahrung zu sichern (Samen) und den Insekten den Winterschutz.

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Mein Mann wird mit den Kinder noch einen Spatzennistkasten bauen und vielleicht machen wir selber eine zusätzliche Vögeltränke? Wir werden berichten 🙂

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Kugelsumpfeiche

Quercus palustris Green Dwarf – Kugelsumpfeiche: ein Baum für den kleinen Garten

IMG_5264Ich mag formale Gärten. Zu streng geschnittenen Hecken gehören auch Schnittgehölze und Kugelbäume. Zwei von solchen kleinbleibenen Kugelbäumen haben wir uns vor einem Jahr zugelegt. An derselben Stelle wuchsen früher Akazien, die sich leider nie wirklich eingelebt haben. Sie hatten ständig dürre Äste und konnten sich nicht wirklich entwickeln.

Wir waren uns einig: an dieser Stelle sollten wieder Kugelbäume sein, aber diesmal solche, die den manchmal zu feuchten Boden vertragen und die man nicht zu all zu oft schneiden muss.

Aus diesem Grund hatte sich die Auswahl ziemlich reduziert und wir konnten schnell eine Entscheidung treffen. Es sollten Eichen sein! Ihre kleine, kugelige Krone und schöne Herbstfärbung haben uns sofort überzeugt, auch die Blätterform hat uns sehr gefallen.

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Der Austrieb

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Kleine Kugelbäume pflanzen

Wir konnten die alte Bäume viel einfacher als gedacht heraus nehmen, da sie bereits krank waren und kaum Wurzeln besaßen. Die Löcher wurden vergrössert, die umgebende Erde gründlich gelockert und die Pflanzerde mit Kompost und Hornspänen angereichert. Die Bäume wurden durch eine Spedition geliefert und wurden sofort nach der Ankunft  erstmals gegossen. Danach durften sie direkt in die Pflanzlöcher gesetzt werden. Oben drauf kam noch Wurmhumus und das Ganze wurde mit Rindernmulch abgedeckt. Danach wurde wieder das gesamte Beet gegossen.

Mein Mann hat die Stämme noch mit einer Bastmatte eingerollt und danach Holzpfähle direkt neben die Bäume in den Boden geschlagen, um die Bäume daran festzubinden.

Seitdem haben wir die Bäume sich selbst überlassen. Sie wurden nur bei sehr extremer Trockenheit reichlich gegossen. In diesem Jahr werden wir die Bäume das erste mal organisch düngen.

Sie haben sich prächtig entwickelt und den ersten Winter ohne Probleme überstanden. Mal schauen, wie sie diesen Winter überleben. Die Bäume haben auf mich bis jetzt einen sehr robusten Eindruck gemacht. In diesem oder im nächsten Jahr stehen noch weitere Kugelbäume auf unserer Einkaufliste. Diesmal werden es zwei Amberbäume sein. Aber darüber schreiben wir ein anderes mal…