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Ein Staudenbeet anlegen

Ich wurde schon öfters gefragt, wie ich meine Beete anlege. Ich muss leider viele entäuschen- es gibt keine kurze Antwort auf diese Frage. Alles hängt davon ab, was für Boden wir haben, was für Lichtverhältnisse dort herschen und was für Pflanzen wir pflanzen möchten. Trockenresistente Pflanzen brauchen anderen Boden als Schattenpflanzen. Auch Still der Rabate spielt hier auch eine Rolle.

Wir müssen uns deshalb erstmal Gedanken machen, was für Standort wir unseren Pflanzen bieten können. Danach kann man erst entscheiden, ob die gewollte Pflanzen sich dort wohl fühlen werden. Es bringt nichts, Schattenpflanzen in der Sonne zu pflanzen, und Sonnenhungrige in den Schatten. Diese werden sich einfach nicht gut entwickeln können.

Nachdem wir die Stelle uns ausgesucht haben, sollten wir zuerst, wenn nötig, den Rasen abtragen. Viel einfacher wäre es, im Herbst die geeignete Stelle mit Kartons zu belegen, und mit Rindenmulch zu bedecken. Bis Frühjahr stirbt dort der Rasen ab und das Beet kann umgegraben werden. Man soll auch grundlich alle Unkräute entfernen.

Wenn wir einen schweren Boden haben, sollten wir Sand und Kompost einarbeiten. Wenn ich kein Kompost mehr habe, kaufe ich Terra Preta dazu. Das ist wirklich nötig, wenn wir gesunde Pflanzen haben möchten. Auf Sandböden lohnt sich auch den Kompost und Bentonit unterzumischen. Für Steppenpflanzen muss man den Boden abmagern, oder sogar austauschen, wenn wir schwere Erde haben.

Nun wird das gesamte Beet mit einem Rechen ausgeglichen. Gut wäre es, wenn wir schon vorher einen Plan hätten. Ich habe immer einen 😉 beim pflanzen ändere ich aber oft das Konzept. Ich würde euch raten, keine spontane Käufe zu machen. Besser wäre, wenn ihr euch schöne Beet im Internet anschauen und nach Inspirationen suchen. Dann werdet ihr nur diese Pflanzen kaufen, die ihr wirklich braucht und erspart euch ein lästiges umpflanzen oder noch schlimmer, das wegwerfen von Pflanzen, die ins Beet nicht passen.

Wenn das Beet fertig ist, können wir mit Hilfe von kleinen Steinen, die Pflanzlöchern markieren.

Und wenn wir schon wissen, welche Pflanzen und in welcher Zahl wir brauchen, können wir diese bestellen oder direkt in einer Baumschule uns aussuchen.

Nachdem alle unsere neue Bewohner auf der richtigen Stelle gepflanzt worden sind, sollten wir den Boden mulchen. Wir können dafür Laub, Kies, Holzhäcksel, oder Rindenmulch benutzen. Aber denken wir immer daran Hornspäne vorher auszubringen, damit keine Stickstoffmängel entstehen ( beim zersetzen von Rindenmulch und Holz wird der Stickstoff dem Boden entzogen).

Zum Schluss soll man das Ganze giessen und fertig ist das Staudenbeet 🙂 Lass euch nicht täuschen- am Anfang sieht das Beet ziemlich leer aus. Aber keine Sorgen- ab dem zweiten Jahr werden die Pflanzen deutlich üppiger. Im ersten Jahr soll man noch beim Bedarf giessen, im zweiten Jahr kommen die meisten Pflanzen alleine zurecht.

Stipa tenuissima nicht winterhart?

Seit einigen Jahren ist dieses Gras richtig in Mode gekommen. Kein Wunder – besonders in grossen Gruppen wirkt es wirklich wundervoll. Man kann mit dieser Pflanze leichte, bewegte Bilder schaffen. Sie lockert strenge Beete auf und sieht natürlich aus. Es ist fast so, als ob wir im Garten eine Wiese hätten. Ich nütze sie bei mir im Garten sehr gerne. Leider verursacht das Gras bei vielen Menschen Probleme. Es übersteht oft den Winter nicht. Einige Leute pflanzen es deshalb jedes Jahr wieder, was sehr kostspielig sein kann. Was kann man also tun, damit die Pflanze im Frühjahr wieder kräftig austreibt?

Das Gras stellt an seinen Gärtner einige Ansprüche, die man erfüllen sollte:

  • ein sonniges Beet (kann auch halbschattig sein, wenn der Boden sandig ist)
  • der Boden muss gut vorbereitet werden. Ein sehr guter Wasserabzug ist ein Muss. Wer Lehmboden im Garten hat, muss die Stelle mit Kies und Sand auflockern. Es hilft zusätzlich die Pflanzen auf einer Erhöhung zu pflanzen.
  • im Sommer muss nur bei sehr langer Trockenheit gegossen werden
  • nicht zu früh im Früjahr zurückschneiden.

Bei mir gedeiht das Gras nur auf dem erhöhten Beet sehr gut. Die Stelle ist sonnig, luftig und trocknet rasch ab. Es fühlt sich hier so wohl, dass es sich sehr großzügig ausgesäht hat.

Die Pflanze sieht zu jeder Jahreszeit schön aus. Im Frühjahr besticht sie mit frischgrünen Halmen, im Sommen mit Samen und auch im Herbst und Winter schafft sie eindrucksvolle Bilder. Es lohnt sich diese Pflanze im Garten zu haben. Wenn wir der Pflanze gute Bedingungen schaffen, wird sie ohne Probleme über den Winter kommen.

Hitze und Trockenheit im Garten

Hallo Zusammen! Ist es bei euch auch so trocken und heiss?

Ich sehe um mich herum immer mehr Gärten, die zurückgebaut werden. Der Grund dafür ist, dass durch anhaltende Hitze und Trockenheit der Garten zur Belastung wird, weil er zu pflegeintensiv geworden ist. Muss das wirklich so weiter gehen?

Vielleicht muss ein Umdenken stattfinden, und man soll den Garten dem Klimawandeln anpassen?

Besonders jetzt ist es wichtig, dass die Pflanzen standortgerecht gepflanzt werden.

Was hilft noch, damit wir nicht ständig mit dem Wasserschlauch im Garten stehen müssen?

Das wichtigste überhaupt passiert schon vor dem Einpflanzen. Wichtig ist es, den Boden sehr gut vorzubereiten. Nur dann wird die Feuchtigheit gut gespeichert, die Pflanzen können tiefere Wurzeln ausbilden und werden robuster und damit pflegeleichter.

Ich arbeite sehr gerne mit Kompost, den ich selbst herstelle. Darüber hinaus kaufe ich auch Torffreie Erden, die ich ins Pflanzloch gebe. Hier in der Oberpfalz haben wir ziemlich schwierige Erde, die im Winter oft zu nass ist und im Sommer sehr schnell verkrustet. Deshalb ist es besonders wichtig, immer wieder den Humus zuzufügen, damit der Boden lockerer und luftiger wird und bleibt.

Wichtig ist natürlich auch die richtige Pflanzenwahl. Es gibt ganze Reihe von Pflanzen, die mit Trockenheit gut zu Recht kommen. Wie wäre es mit einem Kiesgarten (kein Schottergarten!!) oder mit einem Präriegarten? Wenn wir uns für einen Kiesgarten entscheiden, müssen wir den Boden sogar abmagern. Weil mir das zu umständlich war, habe ich mich für Präriebeete entschieden. Die Pflanzen für einen Präriegarten kommen sehr gut mit einem normalen Gartenboden zurecht. Wichtig ist es nur, dass es gut Wasser durchlässig ist.

Manche verstehen den Begriff „Kiesgarten“ leider falsch. Es reicht nicht alles mit Schotter zu bedecken und ein Gras zu pflanzen. So ein “Garten“ bietet der Natur rein gar nichts. Ein Garten muss natürlich aussehen und bunt sein 🙂 Und vor allem: mit Pflanzen bepflanzt, die kaum gegossen werden müssen.

Was steht uns zum Auswahl? Viele, viele Pflanzen! Ich habe im Garten Bereiche, die extrem trocken sind. Vor allem der Hang trocknet sehr schnell aus, da der Regen dort zu schnell abfliesst. Im Winter, nach der Schneeschmelze neigt er aber zu Nässe. Gar nicht einfach so eine Stelle zu bepflanzen. Nach langem Probieren hat sich bei mir folgendes bewährt: Ich habe Pflanzlöcher mit Splitt und Sand befüllt und mit ein bisschen Erde gemischt. Dadurch kann das Wasser im Winter gut abfliessen. Gepflanzt wurden Pflanzen, die mit Trockenheit gut zurecht kommen: Stipa, Sedum, Spornblume, Salbei, Lavendel, Bergminze, Schmetterlingsstrauch. Das Ergebniss lässt sich sehen 🙂

Auf dem „normalen“ Beet, habe ich Gräser gepflanzt, die mit vielen Gegebenheiten zurecht kommen und Blütenpflanzen, die weniger Wasser brauchen. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte man bei nachhaltender Trockenheit trotzdem giessen, weil die Pflanzen noch keine langen Wurzeln haben.

Giessen aber nicht verwöhnen!

Geniessen statt giessen

Die letzten Sommern waren bei uns sehr heiss und trocken. Ich verbrachte daher sehr viel Zeit mit Giessen. Das kostete natürlich nicht nur Zeit und Kraft sondern auch Geld. Ich habe deshalb angefangen Pflanzen zu verpflanzen und trockenheitsresistente Stauden und Gehölze zu setzten. Hortensien und andere Pflanzen, die viel Wasser brauchen, habe ich jetzt nur im Schatten. Ich habe auch viel mehr Gräser, immer in einer grösseren Zahl, gepflanzt. Für einige Stauden, musste ich sogar den Boden abmagern und durchlässiger machen. Um Wasser zu sparen, mulche ich auch mit Rindenmulch (vorher Hornspäne ausbringen), Kies und Rasenschnitt.

Was für Möglichkeiten haben wir, um nicht Sklaven unseres Garten zu werden? Welche Pfanzen können wir in Betracht ziehen?

Es gibt jede Menge Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, ich möchte hier aber nur meine Lieblinge vorstellen. Ich habe mit diesen Stauden und Halbsträuchern sehr gute Erfahrungen gsammelt.

Buchsbaum oder Eibe – als Kugel oder Würfel. Ja, Ihr lest richtig. Ich finde, dass man sie prima mit Stauden kombinieren kann und ausserdem schmücken sie den Garten auch wenn sich die Stauden im Winter zurückgezogen haben und im Frühjahr sehen die Beete nicht so kahl aus. Auch Zwergige Kiefer eignen sich für diese Zwecke.

Auch Halbsträucher kann man „faulen“ Gärtner empfehlen, dazu gehören Lavendel, Echter Wermut, Blauraute oder Schmetterlingstrauch.

Die Staudenwelt ist sehr vielfaltig und wir finden darunter ganz viele Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Ich liebe zum Beispiel: Duftessel, Elfenbeindistel, Kugeldisteln, Fetthenne, Bergminnze, Eisenkraut, Wollziest, Spornblume, Katzenminze, Blütensalbei, Witwenblume, Glockenblume oder Lavendel.

Ich habe mittlerweile sehr viele Gräser, auch weil ich die Geräusche mag, die sie machen. Und manchmal weniger ist mehr – also wenige Sorten, aber in einer grösseren Zahl – dann wirken sie am Besten. Zu meinen Lieblingen zählen Sesleria Autumnalis, Molinia caerulea, Deschampsia , Stipa und Miscanthus sinensis morning light.

Sesleria Autumnalis

Alle oben genannte Stauden und Gehölze muss man lediglich einmal im Jahr entweder ganz abschneiden oder leicht beschneiden. Dünger brauchen sie kaum – es reicht für die ersten Jahre, wenn der Boden vor dem Pflanzen gut vorbereitet wurde. Giessen ist nur im ersten Jahr notwendig, danach nur wenn es wirklich sehr lange nicht regnet. Darüberhinaus sind viele von diesen Helden auch sehr beliebt bei Insekten. Also? Nicht lange überlegen, sondern zum Spaten greifen, einen hellen, am Besten sonnigen Platz aussuchen und ein eigenes, pflegeleichtes Beet planen 🙂 Ich habe unter einigen Gräsern und Stauden Terrapreta untergemischt. Der Boden für Stipa habe ich mit Splitt und Sand gemischt. Dieses Gras soll kurzlebig sein, aber nur wenn der Boden im Winter zu nass ist. Ein guter Wasserabzug ist die Voraussetzung für ihr überwintern. Viele andere Stauden sind so anpassungsfähig, dass sie mit normaler Gartenerde zurecht kommen, so lange die nicht zu schwer oder zu leicht ist. Es lohnt sich deshalb immer ein bisschen Sand und Kompost beizumischen. Nur Stipa soll man besser im mageren Boden pflanzen.

Echinacea Purpurea -Sonnenhut

Wer hat ihn nicht im Garten? In den letzten Jahren hat sich das Angebot von Echinacea sehr stark vergrössert. Und wenn jemand eine bienenfreundliche, ausdauernde und pflegeleichte Staude sucht, ist mit ihm gut beraten.

Früher war das eine Blume, die fast nur in Bauerngärten zu finden war. Seit neue Sorten auf den Markt gekommen sind, hat sich das verändert. Viele von ihnen sind kompakter und niedriger als die Ursprungsformen.

Ich habe mich in diese Staude regelrecht verliebt. Besonders weiß und rosa blühende Sorten mag ich am Liebsten. Kennt ihr die Sorte Glowing dream, Merlot oder Vintage Wine? Nein? Dann habt ihr bis jetzt etwas verpasst 🙂

Ich habe einige Exemplare bei mir im Garten. Die ersten waren Magnus und Alba. Danach folgten Avalanche, Baby Swan, Glowing Dream und Fatal Attraktion. Sie machen besonders in Kombination mit Gräser eine gute Figur. Im Moment warte ich noch auf Echinacea pallida, die ich mit Stipa pflanzen möchte. Auch Green Jewel gehört zu den Neuankömmlingen. Sie wurde zusammen mit Sesleria Autumnanis gepflanzt. Diese Bepflanzung habe ich ein paar im Garten wiederholt. Diese Sorte hat sehr interessante Farbe, die von grün bis weiß varrriert.

Im Momend sind falsch verstandene Kiesgärten sehr im Mode. Wenn jemand sich schon so ein Beet wünscht, dann ist der Sonnenhut eine gute Wahl diese aufzuwerten. Reine Grasbeete bringen der Natur nicht wirklich viel. Wenn man sie aber mit Salbei, Sonnenhut, Agastache , Ehrenpreis, Katzenminze und Ziest ergänzt, tut man nicht nur fürs Auge etwas, sondern auch für Schmetterlinge und Co.