Organischer Dünger

Nachhaltiges Gärtnern

Ich will, dass unser Boden von Jahr zu Jahr fruchbarer und besser wird. Hierdurch sollen sich die Pflanzen immer besser entwickeln, denn der Kreis der Natur ist geschlossen. Das bedeutet für mich nachhaltiges Gärtnern! Aus diesem Grund möchte ich nur ungern zu mineralischen Düngern greifen. Ich mache das nur dann, wenn ich irgendwelche Mangelerscheinungen entdecke.

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Unser Gemüse ganz Bio

Nicht nur im Gemüsegarten will bei uns organisch gedüngt. Auch Beete, Sträucher und teilweise der Rasen wird organisch (oder organisch-mineralisch) gedüngt.

Wenn man bei uns ein Loch gräbt, sieht man schon was für Bodenleben sich dort tummelt und wie viele Regerwürme pro m2 sich dort befinden. Das wäre alles nicht möglich, wenn wir ständig den Garten mit künstlichem Dünger versorgen würden.

Wenn wir schon den Rasen mit einem mineralischen Dünger düngen, dann immer nur mit der Hälfe der Ration. Nur so viel, um den Mangel zu beheben, aber nicht unnötig den Boden zu versalzen. Meist versuchen wir auch den Rasen organisch zu düngen. Es gibt  auf dem Markt. Wir haben im letzen Jahr diesen speziellen, organischen Rasendünger ausprobiert und waren zufrieden.

Was ich immer, sehr gern benutze, ist pelletierter Kuh- und Pferdemist. Diesen verwende ich zu Beginn im Frühjahr, um den Pflanzen einen guten Start zu bieten, und auch dann, wenn ich keine Brennneseljauche mehr habe.

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Und das ist der zweite Dünger, den ich benutze –  Jauche. Man braucht dafür circa 1 kg Brenneseln oder Beinwell (auch Tomatenkraut eignet sich). Das Ganze packt man in einen Plastikeimer und übergiesst es mit 10 Liter Wasser. In der Sonne aufstellen, aber weit weg von einem Sitzplatz. Am besten schon am Anfang Gesteinsmehl dazufügen. Es dämpft ein bisschen den unangenehmen Geruch.

Jeden Tag muss man die Jauche rühren. Sie wird nach circa 2-3 Wochen fertig sein. Man erkennt das daran, dass sich die Flüssigkeit dunkel verfärbt und keine Bläschen mehr aufsteigen. Man benutzt die Jauche immer stark verdünnt. Circa 1:20. Also auf eine Kanne Wasser, ein halber Liter Jauche geben. Besonders Starkzehrer sind für eine Gabe Jauche dankbar.

Darüberhinaus benutzen wir natürlich auch den eigenen Kompost. Wir haben leider nicht so viel, dass es für alle Pflanzen reicht. Zum Kompost gebe ich oft ein bisschen Hornspäne, weil er für viele Pflanzen zu wenig Stickstoff hat.

Hornspäne, Horngriess, Hornmehl –  ja, das benutzen wir auch. Man muss aber bedenken, dass je grober das Material, desto früher sollte man es im Jahr ausbringen. Es dauert lange, bis Hornspäne sich zersetzen. Schnellere Abhilfe bei Stickstoffmangel schafft Hornmehl, da es feiner gemahlen ist. Dabei handelt es sich aber um einen reinen Stickstoffdünger, deshalb muss man immer zusätzlich andere organische Dünger benutzen.

Wovon wir aüßerst begeistert sind, ist der Wurmhumus. Der reicht aber leider nur für Gemüsepflanzen und ein paar ausgewählte andere Pflanzen. In meinem Augen ist Wurmhumus der bester Dünger überhaupt. Man kann den eigenen Kompost mit Rotwürmen imfpen und die Qualität des Kompost damit deutlich verbessern.

Es gibt auch organische Volldünger, die man fertig kaufen kann. Manchmal sind sie eine gute Alternative, wenn der eigene Kompost nicht reicht und andere organische Dünger auch nicht zur Verfügung stehen. Man kann diese manchmal einfach als Gartendünger kaufen. Dieser sollte ziemlich universal sein, aber schaut immer auf die einzelnen Bedürfnisse eurer Pflanzen. Es gibt auch Beerendünger, Gemüsedünger, Koniferendünger.

Wie ich schon geschrieben habe, persönlich bin ich von Wurmhumus sehr begeistert. Wir produzieren ihn selber, aber wenn es nicht reicht, kaufen wir ihn zusätzlich online. Man braucht wirklich wenig von ihm, um die Pflanzen zu düngen. Wir haben auch den Rasen damit gedüngt und in diesem Jahr werden wir das wiederholen.