Archiv des Autors: humbold75

Sichtschutz mal anders

Als wir hierhin gezogen sind, hatten wir keine Hecke, sondern nur einen sehr niedrigen Zaun, der natürlich nicht als Sichtschutz dienen konnte. Es wuchsen ein paar Sträucher direkt am Zaun, aber von einer Hecke konnte man hier nicht reden.

Da wir aber aus Zeit- und Geldmangel nicht direkt ein Unternehmen beauftragen konnten, das uns alles auf ein mal entfernt und eine richtige Hecke pflanzen hätte, mussten wir angefangen einige Sträuche selbst zu enfernen und Stück für Stück eine Hecke zu pflanzen.

An einer Stelle haben wir Eiben und Thujen als Solidärpflanzen gepflanzt. Die Lücken zwischen den Pflanzen haben uns nicht weiter gestört, bis wir einen Hund bekommen haben. Unser Eddie sieht die vorbeilaufenden Menschen und möchte unbeding an den Zaun gehen. Da sich aber zwischen Zaun und Rasenfläche Beete befinden und Stauden wachsen, die von ihm zertreten würden (er wiegt 30 kg), möchten wir das unbedingt vermeiden.

Aus diesem Grund haben wir uns für Edelrostwände entschieden. Die kann man prima ohne grösseren Aufwand zwischen den Pflanzen platzieren. Damit versperren wir dem Hund den Blick auf die Strasse und den Weg zum Zaun.

Wir haben mit einem Erdbohrer Löcher gebohrt, weil unser Boden sehr steinig ist. Mal schauen ob das reicht, oder ob wir die Wände leicht einbetonieren werden müssen. Im Sandboden wäre das wahrscheinlich besser. Damit die Wände nicht weiter rosten, sollte man sie ab und zu mit Owatrol anstreichen.

Wir haben uns neue Dekosäulen gemacht, die aber noch zu frisch aussehen und mir noch nicht ganz gefallen. Ich denke, erst wenn sie eine leichte Patina bekommen, werden sie ganz nach meinem Geschmack sein 🙂 Sie werden später ganz woanders stehen, ich muss für sie erstmal einen Platz schaffen. Aber jetzt verdecken sie schon sehr schön die Lücke in der Hecke zu unserem Nachbarn.

Darüberhinaus hat mein Mann ein erhöhtes Gemüsebeet gebaut, sowie eine Abdeckung dafür. Diese Lösung ist nicht endgültig. Die endgültigen Beete werden natürlich deutlich schmaler. Wir planen in 3-4 Jahren die Scheinzypressenhecke zu entfernen und dort 3 gemauerte Gemüsebeete anzulegen. Dieses Beet soll deshalb maximal 3-4 Jahre halten. Ich habe dieses Beet auf Grundlage eines Mistbeet aufgebaut. Die unteren 30-40 Zentimeter bestehen aus Pferdemist und Küchenabfällen. Danach kommt eine Schicht aus gesiebter, mit Kompost gemischter Gartenerde. Die letzte Schicht besteht aus feiner torffreier Pflanzerde. Im Moment benutzte ich das Beet als Frühbeet. Leider schneit es hier gerade wieder..

Im Garten etwas für die Natur machen

„Rettet die Bienen“ mit dieser Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren in Bayern wurde zum Glück in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit für das Thema Artensterben der Insekten erzeugt.

Die ersten Bienen des Jahres 2019 am 16. Februar

Einer der Kritikpunkte am abzustimmenden Text war/ist, dass es sich zu sehr auf die Landwirtschaft konzentrieren würde. Dieses ist auch zum Teil nicht von der Hand zu weisen, denn auch die Gartenbesitzer haben in den letzten Jahren ihren Teil zum Rückgang der Insekten beigetragen.

Insbesondere die Tendenz zu immer mehr Schotter- und versiegelten Flächen, sowie Gabionenwänden und Hecken ohne (bzw. wenig) Nutzen für die heimische Tierwelt haben der Natur nicht wirklich geholfen. Dazu wird besonders in privaten Gärten zum Teil exessiv Herbizide und Insektizide eingesetzt, wenn sich auch nur der Hauch eines Pflanzenschadens oder eines „Schädlings“befalls zeigt.

Daher ist es aus unserer Sicht wichtig, dass sich jeder für sich selbst überlegen mag, ob im eigenen Garten (oder sogar dem Balkon) nicht auch Platz für blühende und nektarspendende Planzen ist. Auch wenn diese nach dem Verblühen vielleicht ein paar Tage nicht ganz so schön aussehen, wie wir uns in unserer Nachbarschaft schon mehrfach anhören mussten. Wir möchten an dieser Stelle nicht den Eindruck erwecken, dass wir z.B. Thujenhecken verteufelten und forderten sie alle aus den Gärten zu entfernen. Mit nichten! Wir haben schließlich selbst eine solche im Garten!

Nein, uns geht es darum, dass es mindestens ein Gleichgewicht zwischen heimischen und exotischen Pflanzen gibt!

Darüber hinaus ist es auch sehr wichtig etwas für die Bodenbiologie zu tun, denn wenn die Beete klinisch rein gehalten werden, alles Laub und Zweige im Herbst entfernt und keine natürliche Düngung stattfindet, sondern dieser künstlich zugeführt wird, verarmt die Bodenbiologie und auch das wirkt sich negativ auf die Tierwelt aus.

Nachfolgend eine Liste mit Pflanzen, die wir Allen empfehlen, um selbst etwas für die heimische Insektenwelt zu tun, die wir alle selbst im Garten haben. Wir haben eine Kirschlorbeer- und Thujahecke, die wenig Nutzen für die Natur haben. Mindestens wird es so oft behauptet. Wir haben sie aber als Wind und Sichtschutz gepflanzt, da wir an zwei Seiten an Strassen grenzen und gern ein bisschen Privatsphäre hätten. Wir können beobachten, dass dort oft Vögel nisten oder bei Wind und Regen dort Schutz suchen. Uns war aber von Anfang an klar, dass wir auch Platz für andere Sträucher finden müssen, die mehr der Natur zu bieten haben. Wir haben uns deshalb nicht nur auf Hecken und Rasen beschränkt, sondern vor den Thujen andere nützliche Pflanzen gepflanzt. Der Schutz aus Thujenhecke hat den Vorteil, dass viel weniger Pflanzen Frostschäden bekommen und selbst Apfelbäume oder Heidelbeeren leiden weniger unter Spätfrösten seit die Hecke da ist.

  • Sterndolde
  • Witwenblume
  • Hauswurz
  • Salbei
  • Verschiede Sedumarten
  • Aster
  • Buddleje
  • Kornelkirche
  • Johanissbeere
  • Heidelbeere
  • Erdbeere
  • Verschiedene Kräuter, Gründünger, Gemüse (ganz wichtig Dill und Möhren)
  • Stachelbeere
  • Apfelbäume
  • Verschiedene Waldgräser
  • Katzenminzen (ganz viele)
  • Lavendel
  • Eiben
  • Felsenbirne
  • Frühjahrsblüher (Krokusen, Winterlinge, Narzisen)
  • Lenzrosen
  • Efeu
  • Wilder Wein
  • Spiraea
  • Verschiedene Steingartenpflanzen( Teppichflammenblume, Wilder Thymian,Glockenblume, Schleifenblume, Nelke)
  • Storchschnabel- verschiedene Arten
  • Prachtscharte
  • Ehrenpreis
  • Mittagsblumen
  • Habichtskraut
  • Zierlauch-verschiedene Sorten
  • Akelei
  • Kugeldistel
  • Wilderkarde
  • Sonnenhut
  • Gamander
  • Gelenkblume
  • Haselnussstrauch
  • Blutbuche und Hainbuche
  • Agastache
  • Blutweiderich

Darüberhinaus haben wir Holz, Stein und Rindehaufen geschichtet und einen Miniteich (ohne Pumpe und Filter) eingerichtet. Dort finden wir oft Libellen und viele andere Insekten. Weil bei uns keine riesige Bäume wachsen können, haben wir mehrere Nistkasten angebracht, die auch jedes Jahr belegt sind. Jedes Jahr verteilen wir im ganzen Garten unseren Kompost. Wir versuchen nachhaltig zu Gärtnern, benützen keine Chemie (wenn nötig benützen wir Jauchen zum Spritzen und Düngen). Wir sehen jedes Jahr bei uns viele Falter und Käfer, und viele Vögel.

Schließlich wollen wir noch auf einen Aspekt eingehen, der uns am Herzen liegt, der aber in unseren Augen in der Diskussion zu kurz kommt. Wir wohnen in einer Gegend, in der es in den Gärten kaum Bäume gibt. In unseren Augen hat gerade der letzte „Rekordsommer“ gezeigt, dass die fehlende Beschattung und Kühlung durch größere Bäume die Hitze in den Siedlungen noch gesteigert hat. Nur dort wo, unser Apfelbaum und die zwei kleinen Bäume in unserem Garten Schatten warfen, sind die Pflanzen gut durch die Hitze und Trockenheit gekommen. Leider sehen wir hier die Tendenz alle Bäume zu fällen, die eine Höhe über 3-4 Metern erreichen, da sie dann vielleicht zu viel Arbeit machten oder zuviel Schatten warfen.

Der Einfluß eines Baumes auf die globale Klimaveränderung mag nicht ins Gewicht fallen, wer aber schon einmal im Sommer unter einem Baum im Schatten saß, wir den Einfluß auf das Mikroklima im eigenen Garten zu schätzen wissen. Bevor wir in die Oberpfalz zogen, lebten wir in einer Wohnung in Essen, deren Balkon in einen grünen Innenhof zeigte. Der alte Baumbestand dort lieferte selbst an den heissesten Sommertagen eine willkommene Abkühlung und auch in unserer Wohnung war es stets angenehm.

Komposter selber bauen

Als wir hier hin gezogen sind, standen bei uns im Garten bereits 2 hässliche Plastikkomposter. Ich habe sie nie gemocht. In meinem Augen störte das Plastik im Garten, sah unnatürlich und künstlich aus. Darüberhinaus dauerte das Kompostieren genauso lang, wie in einem normalen Komposter.

Es stand fest – irgendwann muss ich was ändern und wir brauchen bald neue Komposter. In den letzten Jahren hatten wir aber zu wenig Zeit, um uns darum zu kümmern. Dafür aber reiften die Ideen und mein Mann hat sich von alleine darum gekümmert. 😉

Einige Punkte waren mir wichtig:

  1. ImMehr Platz für den Kompost
  2. Gute Belüftung
  3. Schutz vor Regen und Schnee (Abdeckung)
  4. Da sich nicht so weit davon eine Sitzecke befindet, sollte das Ganze auch schön aussehen und man nicht auf das kompostierende Material schauen müssen.
  5. Zwischen den Kammer sollte eine Möglichkeiten für Regerwürme geben, sich frei bewegen.

Und so sind diese hübsche Komposter aus Lärchenholz entstanden. 🙂 Mal schauen, wie lange sie halten und welche Erfahrungen wir mit ihnen machen. Auf jedem Fall sind sie stabil und werden nicht bei Sturm herumfliegen, wie das schon mit den Plastikkomposter der Fall war.

Es war nicht einfach die Komposter auf dieser Stelle zu bauen, weil der Untergrund nicht gerade und felsig ist. Deshalb sind auch Komposter ein wenig … antiparallel geworden. Mich stört das aber nicht! Hauptsache selbstgemacht! Mein Mann hat dafür folgende Materialen gebraucht

  • Kesseldruckimpregiertes Lärchenholzbretter
  • Verzinkte U-Profile
  • Rostfreie Stahlschrauben
  • Beton

Ein neues Familienmitglied

Seid Anfang Oktober sind wir behundet 🙂


Unser Kleiner ist ein Goldendoodle und ist zu uns mit 9 Wochen gekommen. Mittlerweile ist er seit fast 2 Monaten bei uns und hat sich toll eingelebt. Wir haben ab dem ersten Tag mit ihm alles gemacht, was er auch später können muss. Das Autofahren, das alleine bleiben, Spaziergänge mit und ohne Leine gehörten natürlich auch dazu. Der Kleine hat schon auch U-bahn Fahrten und Stadtbesuche erlebt. Der Welpe heisst Eddie (Eduard!) und hat sehr schnell viele Kommandos gelernt. Er kann schon Sitz, Gib Pfötchen, Platz, Aus, Komm, Bitten (Männchen machen), Warten, Fuss usw.

Eduard hat vor 2 Wochen angefangen sein Welpenfell zu wechseln und bekommt langsam sein richtiges Fell. Wir haben ihn mit 6,5 kg bekommen, mittlerweile wiegt er schon 15 kg. Aber kein Wunder – Eddie liebt Fleisch, Gemüse und Obst und hat einen guten Appetit. Wir barfen ihn. 🙂 Und weil es eigentlich ein Gartenblog ist, hier ein paar Bilder aus unserem Herbstgarten.

Obstbäume für den Garten

Hallo zusammen!

Wir sind dabei unseren alten Apfelbaum zu ersetzen und den Garten umzugestalten. Wir haben uns entschlossen, ein paar Sachen im Garten zu ändern, um u.a. Platz für 2 neue Obstbäume zu schaffen.

Die Entscheidung war nicht einfach und wir haben sehr lange nach den richtigen Sorten gesucht. Es gibt Sommer-, Herbst- und Winteräpfel. Da wir in der Oberpfalz sehr oft Spätfröste haben, müssen es Sorten sein, die spät blühen. Darüber hinaus soll es, nach unseren Erfahrungen mit den alten Apfelbäumen, diesmal eine robuste und krankheitsresistente Sorte sein.

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Unsere 2 alten Apfelbäume waren immer von Pilzen befallen und ein Großteil ihrer Früchte daher ungeniessbar, so dass wir bereits im letzten Jahr den am Meisten befallenen gefällt haben.

Die Sorten war nicht robust und wuchsen auch an falschen Stellen – z.B. zu nah an der Hecke, wo sie zu wenig Sonne und Luftbewegung bekamen. Diesmal soll der Baum einen sonnigen Platz bekommen, mitten im Rasen wo er von jeder Seite frei stehen wird. Dieses Jahr war es aber auch hier in der Oberpfalz lange sonnig und trocken, weshalb der letzte verbliebene Baum sehr gut getragen hat und nur ein kleiner Teil der Früchte am Baum verfaulte.

Unser Garten ist sehr sonnig und wir möchten unbedingt in der Zukunft mehr Schatten haben. Deshalb möchten wir keine kleinen Bäume haben, was natürlich die Ernte einfacher machen würde. Das war uns aber nicht so wichtig. Die Bäume sollten aber auch nicht unendlich gross werden, deshalb haben wir uns für Halbstämme entschieden und Sorten die auf bestimmten Unterlagen maximal 5 Meter Höhe erreichen werden.

Bei uns in der Gegend fehlen große, alte Bäume. Die Hecken dürfen nur 1,80 – 2 Meter hoch sein und weil kaum jemand einen grossen Baum im Garten hat, sieht man immer im Hintergrund Häuser. Das gefällt mir überhaupt nicht!

Immer wenn ich bei meinen Schwiegereltern war, wo überall ein alter Baumbestand ist, vermisse ich diesen Anblick bei mir im Garten. Große Haselnüssen, die wachsen dürfen und nicht in Kastenform beschnitten werden, alte Äpfelbäume, Hollunderbüsche, Hainbuchen und Buchenhecken die große Höhen erreichen. Man hat das Gefühl, dass man mitten im Wald steht und nicht in einer Siedlung. Das fehlt mir bei uns. Es wird natürlich ein paar Jahre dauern, bis wir bei uns große Bäume haben werden, aber schon jetzt freue ich mich darauf.

Und da wir schon bei den Sumpfeichen als Trendsetter für Kugelbäume in der Siedlung auftraten, können wir vielleicht durch unser Vorbild auch dieses mal wieder unsere Nachbarn zur Nachahmung motivieren 😉

Wir haben uns für die Sorten Rebella als Apfelbaum und Hanita als Pflaumenbaum entschieden. Jetzt wo die Hitze vorbei ist, haben wir die Pflanzlöcher vorbereitet. Wie immer haben wir Pflanzen im Container gewählt, denn sie wachsen immer sicher an. Der Kompost wartete schon bereit auf seinen Einsatz. Und ich freue mich schon riesig, wenn sich im Frühjahr die neue Bäume in ein Blütenmeer kleiden werden.

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Wir haben im Garten auch 3 Säulenapfel, da sie aber noch sehr jung sind, hatten wir noch keinen Ertrag. Ich hoffe aber, dass sie sich zusammen mit dem normalen Apfelbaum sehr gut ergänzen werden. Die Bäume, die wir ausgewählt haben, gelten als robust und resistent gegen Krankheiten. Sie blühen nicht zu früh, was in unserer Gegen wichtig ist. Obstbäume sind sehr wichtig für die Natur. Und das wäre unser nächster Beitrag für die heimische Tierwelt. 🙂

Wahnsinniges Hortensienjahr!!

Hallli hallo,

wie ihr wisst, wohnen wir in der Oberpfalz, wo sehr oft Spätfröste auftreten. Normalerweise blühen danach nur die zähesten meiner Hortensien. In diesem Jahr sind wir davor verschohnt geblieben und man merkt es: fast alle blühen! Hier ein Paar Fotos aus unserem Garten. Es sind zu sehen:

 

 

 

 

 

Charming Alice

Alpenblühen

Bloomstar

Magical Sapphire

Magical Amethyst

Preciosa

Endless Summer The Bride und Baimler

Harmony

Forever and Ever

Blueberry Cheese Cake

Nikko Blue

Diva Fiore

Oregon Pride

Bouquet Rose

Bela

Masja

Anabelle und Incrediball

Double Dutch

Endless Summer Twist and shout

Hot red purple

Hot Red

Mathilde Gütges

Rispenhortensie Limelight

You and me Together