Archiv für den Monat Februar 2018

Es ist wieder Zeit Nistkästen aufzuhängen

Wir haben bereits Februar und auch wenn der Winter für einige Zeit zurückkommen soll, der Frühling kommt bestimmt. Jeder, der heimische Vögel unterstützen möchte, sollte alte Nistkästen säubern, prüfen ob Reparaturen nötig sind und vielleicht auch einige austauschen oder neue dazuhängen.

 

Schon jetzt halten Vögel Ausschau nach geeigneten Nistplätzen. Und je früher wir die Nistkästen aufhängen, desto wahrscheinlichen ist es, dass diese bezogen werden.

 

 

Nistkästen sind nicht nur zum Nisten da. Bei schlechtem Wetter dienen sie als Unterschlupf und nachts als Schlafplätze. Ich kann die ganze Zeit beobachten, wie abends die Spatzen und Meisen sich zum Schlafen dorthin begeben. In frostigen Nächten helfen sie vielen Tieren zu überleben. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Nistkästen aus Holzbeton gemacht. Sie bieten viel mehr Schutz vor Kälte und sind oft mit Räuberschutz ausgestattet. Darüberhinaus sind sie langlebig und bieten den Vögel ideale Innentemperaturen.

Wir haben sowohl Holznistkästen als auch diese aus Holzbeton aufgehängt, da es in unserem Garten Stellen gibt, an denen sich keine schweren Häuschen aufhängen lassen, die aber vor Regen und Sonne geschützt sind. Gerade dort haben wir leichte Nistmöglichkeiten aus Holz aufgehängt. Und alle, sowohl aus Holz als auch aus Holzbeton sind immer belegt. Im letzten Jahr haben viele Meisen, Spatzen und Hausrotschwänze dort gebrütet. Es gibt noch jede Menge Nistkästen, die für grössere Vögel oder sogar für Fledemäusen geeignet sind. Vielleicht habt Ihr eine Möglichkeit sie auch irgendwo aufzuhängen? Spezielle Nistkästen.

Wir achten natürlich auch darauf, dass ausser Nistkästen auch das Futterangebot stimmt. Wir haben im Garten viele Pflanzen gepflanzt, die auch Insekten Futter bieten und füttern ganzjährig zu.

Warum wird Thujahecke braun?

Zugegeben – Eine Thujahecke gehört nicht zu meinen Lieblingshecken.

Sie bietet der Tierwelt nicht wirklich etwas. Aber manchmal geht es nicht anders und man entscheidet sich für die Pflanzen. Ich würde am liebsten Buchenhecken pflanzen.

Unser Garten ist aber so gelegen, dass wir mit 2 langen Seiten an einer Strasse grenzen und dazu noch relativ nah an Feldern sind und vor Wind kaum Schutz haben. Abends wird es sehr schnell kalt und ungemütlich. Wir wollten auch einen Sichtschutz haben und einen grünen Hintergrund für unsere Beete. Teilweilse haben wir Eiben gepflanzt, teilweile andere Immergrüne, wie zum Beispiel Thujen. Schon beim Pflanzen habe ich von vielen Menschen gehört, dass die Thujen oft braun werden. Ich wollte heute das Thema deshalb ansprechen.

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Thujen haben leider nicht die Eigenschaft nach dem Zurückschneiden aus dem alten Holz wieder zu treiben. Man darf sie deshalb nicht vernachlässigen und danach schneiden, mit der Hoffnung, dass sie sich wieder erholen. Das was bei vielen Sträuchen und auch Eiben geht, ist hier nicht möglich. Eine gute Pflege von Anfang an ist deshalb bei dieser Pflanze enorm wichtig.  Und diese fängt schon bei der Pflanzung an.

Viele machen sich keine Gedanken, was für Boden für Thujen richtig ist. Sie pfanzen die Hecke und kümmern sich nicht mehr um sie. So einfach ist es aber nicht. Wenn wir gesunde Pflanzen haben wollen, müssen wir den Pflanzgraben gut vorbereiten und nach der Pflanzung pflegen. Und das heisst:

  • Erde tief lockern.
  • Kompost und Rinderhumus beimischen.
  • Bei schwerem Boden für Schutz vor Staunässe sorgen.
  • Mulchabdeckung um die Pflanzen, um vor Unkräuter und Wasserverlust zu schützen.
  • In den ersten 3 Jahren bei zu wenig Regen gründlich wässern. Danach nur bei großer Hitze und Dürre.
  • immer vor dem Winter für Bodenfeuchtigkeit sorgen (als Schutz vor Frostschäden).
  • Im Frühjahr düngen, am besten organisch.
  • Regelmässig schneiden, damit die Pflanzen dicht werden. Eine einmal zu breit gewordene Hecke lässt sich nie wieder schmaler machen. Wenn sie zu tief schneiden, wird die Hecke auch braun.

Eine schöne grüne Hecke ist kein Hokus Pokus. Thuja verliert ihre “Blätter“ im Winter nicht. Sie müssen immer versorgt werden. Eine vernachlässige Pflanze ist auch anfällig für Pilzkrankheiten, denn sie hat nicht genug Kraft um sich gegen sie zu wehren.

Die häufigsten Ursachen, für das Braunwerden einer Thujahecke sind also:

  • falsche Pflege – das fängt schon bei der Pflanzung an. Zu viel, zu wenig giessen, Staunässe oder zu trockener Boden. Kein Dünger oder zu viel gedüngt.
  • Ein falscher Schnitt. Zu selten geschnitten und danach zu tief, um den versäumten Schnitt nachzuholen.
  • Krankheiten, die besonders geschwächte, ungepflegte Pflanzen befallen.
  • Schäden, die durch Hunde- oder Katzenurin entstehen (sie sind meistens nur in in den unteren Teilen den Pflanzen zu sehen und sind schwarz).
  • Es gibt Thujasorten, die im Winter bronzene Farben annehmen, das ist aber völlig normal.

Ich höre im Sommer bei großer Hitze sehr oft, dass die Hecke alleine zurecht kommen solle und dass die Leute nicht giessen wollen, weil das Wasser zu teuer sei.

Ganz ehrlich – wenn man eine solche Einstellung hat, sollte man sich für einheimische Sträuche entscheiden, die so etwas tatsächlich ohne Schaden überstehen. Thujahecke, besonders auf sandigem Boden muss bei lange Hitze und Trockenheit gegossen werden. Sie wurzelt nicht tief wie ein Baum, um sich das Wasser holen zu können, denn das sind Flachwurzler. Schäden bei Thuja sieht man erst Wochen später, vielleicht erst im Herbst. Ein Regenmesser muss regelmäßig kontroliert und dann entschieden werden, ob man giessen soll oder nicht.

Manchmal täuscht es nämlich. Man denkt, dass es endlich geregnet hat, die Menge war aber nicht ausreichend, um wirklich an die Wurzeln zu kommen. 15 Liter pro m2 sollten schon sein. Eine angewachsene Thujahecke muss nur bei Hitze und Trockenheit gegossen werden. Und im Herbst vor dem Frost, wenn es nicht genug geregnet hat.

Noch eine Kleinigkeit. Wir sprechen hier von braun werden, aber gemeint ist das Absterben der äusseren Teile. Thuja säubert sich nämlich regelmässig von innen. Dort wo kein Licht hinkommt, wird sie braun und sie wirft diese Teile ab und zu ab. Das ist aber ein ganz normaler Prozess.

Fazit: Mit guter Pflege wird keine Hecke braun. Braune Hecke weisen auf mangelnde Pflege und daraus folgende Schäden hin.

 

Winterpause…

Geht es Euch genauso wie mir? Ich kann es nicht mehr abwarten, bis ich endlich wieder im Garten arbeiten kann! Ich blättere durch Gartenzeitungen und Bücher und suche nach neuen Ideen.

In diesem Jahr werde ich versuchen Lücken zu füllen und mehr Harmonie zu erreichen. Wie kann man das machen? Zum Beispiel in dem man bestimmte Farben oder Formen wiederholt. Ich möchte mehr gleiche Gräser und mehr Pflanzen als Beetumrandung pflanzen.  Es wird auch ein neues Präriebeet entstehen. Damit es nicht zu viele Farben in meinem Garten gibt, wollte ich mich nur auf weiss beschränken.  Mal schauen, was daraus wird 🙂

Als Partner werde ich den Scheinsonnenhut, Eibe und Stipa pflanzen. Auch weiße Bergminze kommt dazu. Die Pflanzen sollten Leichtigkeit und Reinheit spiegeln. Das Beet soll beruhigend wirken und viel für Insekten zu bieten haben. Ich werde wenige Sorten aber dafür eine grosse Anzahl pflanzen. Fotos folgen bestimmt.

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Ich habe auch endlich eine Idee für unseren Einfahrt gefunden. Dort werden auch Gräser gepflanzt. Im Moment schwanke ich zwischen Hakonechloa und Carex Remonta und kann mich nicht entscheiden. Auch in die stehenden Töpfen werden gleiche Gräser gepflanzt, damit das Gesamtbild stimmiger wird. Im Herbst werden noch überall nur weiße Krokussen gesetzt. Und was plant ihr in diesem neuen Jahr umzusetzen?