Archiv für den Monat August 2017

Etwas gegen Kieswüsten tun

Eine Raupe des Schwalbenschwanzes

Im Gemüsegarten wird alles nur mit Brenneselnjauche und Kompost gedüngt

Habt ihr auch den neuen Trend inprivaten Gärten gesehen? Überall entstehen Kieswüsten die

leider nichts mit einem lebendigen Garten zu tun haben. Immer mehr Menschen möchten weniger Arbeit haben. Der Garten soll pflegeleicht sein und nur dem Menschen etwas bieten.Aber seien wir ehrlich!

Was bietet uns so ein “Garten“, wenn dort nur ein paar Gräser wachsen? Was bietet so ein Garten den Tieren? Mich macht es traurig, was so manche „Garten“besitzer auf ihrem Grundstück anrichten. Es darf kein “Unkraut“ wachsen und Tiere sind schon gar nicht willkommen. Wie kann man sich in so einem toten Garten wohl fühlen?

Das alles ist mir ein Rätsel! Mir war von Anfang an wichtig, viel für die Natur zu tun, auch wenn das mit Arbeit verbunden ist. Haben wir schon vergessen, dass Bewegung uns fit hält und dass die Gartenarbeit auch für unseren Geist sehr positiv ist?

Ich werde sehr oft darauf angesprochen, wozu ich so viele Pflanze gepflanzt habe, die Arbeit machen. Meine Antwort ist immer gleich: weil ich dafür einen Garten habe!! Nicht um nur dort zu sitzen und zu grillen, sondern um die Natur zu bestaunen und jeden Tag etwas Neues zu endecken. Wie langweilig muss ein Grundstück sein, wenn dort nichts wächst, was blüht? Wenn dort nur Pflanzen wachsen, die das ganze Jahr über gleich aussehen? Aus diesem Grund pflanzte ich viele Stauden und Zwiebelblumen um jeden Tag etwas haben, was blüht. Von Ende Februar bis in den Herbst hinein öffnet sich bei mir im Garten etwas neues, was mich aufs Neue begeistert.

Auch meine Kindern haben etwas davon. Mein Kleiner kommt immer wieder aufgeregt zu mir, weil er einen neuen Vogel, eine Raupe oder einen Schmetterling entdeckt hat. Ich werde nie verstehen, warum Menschen teures Spielzeug kaufen, wenn die Natur so viel mehr zu bieten hat, und das fast umsonst! Das kann aber nur dann passieren, wenn im Garten eine grosse Vielfalt an Stauden und Sträuchern wächst.

Überall kann man lesen, dass wir 80% weniger Insekten haben. Als Gartenbesitzer können wir aktiv etwas dagegen unternehmen!!

Pflanzen wir nektarspendende Pflanzen, Sträuche die Nahrung für Vögel bieten (Vogelnährgehölze) und räumen mir unsere Gärten vor dem Winter nicht leer. Wichtig ist auch Laub zu dulden, weil gerade darin viele Insekten überwintern. Auch sollte man erst nach dem Winter zurückschneiden. Auf vertrockneten Stauden finden viele Wesen Unterschlupft und Nahrung.

Seien wir nicht so pingelig, Natur braucht Unordnung

In einem sterilen Garten ist kaum Leben. Lasst uns unsere Grundstücke lebendiger gestalten! Wir sollen nicht vergessen, dass wir selbst ein Teil der Natur sind.

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Pflanzen für Insekten

Wahrscheinlich ist es Euch auch schon aufgefallen oder Ihr habt in den Medien davon gehört, dass wir heute viel weniger Insekten haben als früher.

Man spricht von einem 80 %igen Rückgang!

Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig: intensive Landwirtschaft, Einsatz von Giften (auch in privaten Gärten), immer weniger Nahrungsquellen, um nur einige zu nennen. Man kann aber als Kleingartenbesitzer etwas dagegen tun und unsere Fauna  unterstützen.

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Blutweiderich

Immer mehr Hausbesitzer gestalten ihre Gärten so, dass sie wenig Arbeit machen. Das heisst, es dürfen kaum noch Stauden wachsen oder blühende Sträucher. Es entstehen tote Gärten, die leider für Tiere nichts zu bieten haben. Es ist traurig, dass wir vergessen haben, wie wichtig Insekten für unsere Welt sind. Wir sind ein Teil der Nahrungskette. Insekten sind für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen unverzichtbar. Rotten wir die Insekten aus, die u.a. auch Nahrung für Vögel sind, kann das schwere Folgen auch für uns haben. Man nenne zum Beispiel Plagen oder Ausfall der Ernten.

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Kugeldistel

Aus diesem Grund sollte man aktiv dagegen etwas unternehmen. Es reicht schon, wenn der Garten nicht steril ist und man ein paar blühende Stauden dort wachsen lässt.

Weil heutzutage viele Angst vor zu viel Arbeit haben 😉 habe ich mir überlegt, eine Liste zu erstellen, die pflegeleichte und nützliche Pflanzen beinhaltet.

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Edeldistel

Hier das Ergebnis:

Im Frühjahr könnten Krokusen und Winterlinge blühen – diese muss man weder abschneiden noch pflegen. Sie ziehen sich nach der Blüte zurück.

Kornelkirsche pflanzen, die früh im Jahr blüht und den Vögeln und uns leckere Früchte spendet.

Felsenbirnen pflanzen – sie bieten essbare Früchte, eine schöne Herbstfarbung und es ist kaum Schnitt nötig.

Salbei, Ehrenpreis, LavendelFette Henne, kompakte Katzenminze, Kugeldistel, Edeldistel, Blutweiderich, Witwenblume oder Sterndolde  sind pflegeleicht, robust und müssen nach der Blüte lediglich zurückgeschnitten werden.

Salbei und Ehrenpreis sind auch remontierend, so dass sie eine lange Blütezeiten haben. Alle dieser Pflanze brauche ich nicht zu giessen, sie kommen alleine zu recht. Sie wuchern nicht, auch wenn Disteln ziemlich viel Platz benötigt, lohnt sich diesen zu pflanzen, denn sie ist auch im Wintern ein Blickfang! Fette Henne kann man auch prima in einem Topf pflanzen. Giessen brauchen sie die Pflanze nicht. Einfach dort hinstellen, wo ab und zu sie ein bisschen Regen abbekommt, das reicht vollkommen aus.

Johannisbeeren, Heidelbeeren, Topfhimbeeren oder Säulenobst pflanzen. So hat sowohl der Mensch als auch die Tiere etwas davon (Früchte und Blüten). Auch Kräuterspiralle hilft schon vielen Insekten, wenn die Pflanzen auch blühen dürfen.

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Eine Felsenbirne

Es müssen sich nicht alle diese Pflanze gleichzeitig im Garten befinden. Fangen Sie langsam an, vielleicht mit einer von den genannten und überzeugen Sie sich selbst, dass man auch ohne viel Aufwand etwas für das Auge und für die einheimischen Tiere tun kann. Es ist doch viel schöner, wenn der Garten nicht das ganze Jahr über gleich aussieht, sondern ab und zu etwas Neues zu bieten hat.

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Urlaub und Pflanzen

Habt Ihr das gleiche Problem wie wir? Keine Familie in der Nähe, die sich um eure Pflanzen kümmern könnte?

Ich habe vor Kurzem etwas endeckt, was mir endlich die lang gesuchte Lösung gebracht hat! Ich bin rein zufällig auf Töpfe von Lechuza gestossen. Ich mag keine Hydroponik, deshalb habe ich immer auch Bewässerungstöpfe ignoriert. Irgendwann aber habe ich mir dieses System in Ruhe angeschaut und ich habe eingesehen, dass diese Lösung mich mehr als Hydroponik anspricht.

Wo liegt aber der Unterschied? Ich muss die Wurzeln meiner Pflanzen nicht von Erde befreien, wenn ich diese in diese Töpfe einpflanze. Das Umtopfen erfolgt viel einfacher, da die Einsätze die Löcher nur unten haben und nicht wie in der Hydroponik, auf der ganzen Oberfläche. Man kann die Einsätze dank speziellen Griffe ganz bequem aus dem Übertopf herausnehmen, ohne das das gedüngte Wasser verloren geht. Ganz wichtig, wenn wir die Pflanzen unter Wasser sauber machen möchten.

Und noch etwas, was mich dazu gebracht hat, auf diese Töpfe umzusteigen – diese sind auch für den Aussenbereich geeignet, wenn man einen Stöpsel rausnimmt. Damit kann das überschüssige Wasser einfach auslaufen und es bildet sich keine Staunässe.

Das wichtigste aber ist die Tatsache, dass diese Töpfe eine Menge Wasser in ihrem Wasserreservoir für Pflanzen bereit halten. Damit ist das Pflegen der Kübelpflanzen viel bequemer und entspannter geworden. Man muss nicht mehr täglich gießen und es entstehen keine Engpässe. Der Hersteller verspricht, dass sie Töpfe bruchsicher sein sollten. Als Substrat benutzt man die handelsübliche Blumenerde plus als Dranage das Substrat von Lechuza. Man kann aber auch die Pflanzel komplett in dem Lavaähnlichen Substrat einpflanzen. Ich habe Erde mit Lechuza Pon gemischt.

Lechuza hat viele unterschiedliche Behälter, auch als Kasten für Sommerblumen. Ich habe zu Hause die schlichten, weissen Cupes, da sie mir am Besten gefallen. Jetzt bin ich dabei zu überlegen, welche Töpfe ich für Hortensien nehme, damit auch diese gut versorgt werden können. Für Kräuter habe ich schon seit 3 Monaten zu Hause 3 kleine Töpfe und ich bin volkommen zufrieden!!