Archiv für den Monat Juni 2017

Unsere heimische Schmetterlinge

In diesem Jahr gibt es wenige Schmetterlinge und Insekten. Obwohl wir ländlich wohnen, haben wir bis jetzt nur einen Zitronenfalter und Kohlweisslinge gesehen.

Gestern bei einem Spaziergang, direkt hinter unserem Haus haben wir endlich gaaaaaaanz viele Kohlweisslinge, Schachbrettern, Braune Waldvögel und einige Zitronenfalter gesehen. Dort blüht eine ganze Wiese, wo verschiedene Kleearten wachsen. Einfach nur schön!

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Substrat/Erde für Hortensien vorbereiten

Wie wir schon wissen, sollte man im Garten auf Torfähnliche Substrate verzichten. Nicht nur aus Naturschutzgründen ist mir das wichtig, der Torf hat im Garten einfach nichts verloren.

Einmal ausgetrocknet, nimmt er in der Folge kaum mehr Wasser auf und die Pflanzen vertrocknen. Ich tendiere zu selbstgemachten Kompost, der aus Nadeln, Holz, Mist, Eichenblättern, Rinde und Gartenabfällen besteht. Wenn man alles richtig vermengt, mit Hornmehl mischt und feucht hält, verrotet das Ganze ziemlich schnell. Nach ein paar Monaten entsteht eine waldähnliche Erde, die wunderschön angenehm riecht. Ich gebe immer auch morsches Holz dazu und Kokosfasern, damit die Erde noch lockerer und luftiger wird. Die Kokosfasern haben über einen längeren Zeitraum eine stabi­le Struktur, die für eine gute Durchlüftung der Wurzeln sorgt. Die Holzfasern besitzen dank ihrer viele Grobporen auch vor allem eine sehr hohe Luft-Speicherkapazität, sodass viel Luft an die Wurzeln ge­lan­gen kann. Dadurch bewurzeln sich frisch gepflanzte Pflanzen sehr gut und die Wurzeln gehen tiefer in den Boden rein.

Dies hat zur Folge, dass man weniger giessen muss und die Pflanzen gesünder sind. Ein Problem bei Holzfasern ist, dass Stickstoff durch die Verrottung der Fasern im Substrat ge­bun­den wird („Stickstoff-Festlegung“). Deshalb sollte man auch immer Hornspähne dazugeben, damit die Pflanzen keine Mangelerscheinungen bekommen.

Warum soll man den Tannenbaum entsorgen, wenn man sie einfach kompostieren kann?

Ich habe 3 Kompostbehälter- 2 für den normalen Kompost und einen für den etwas saureren. Den kann man prima auch zum mulchen verwenden. Dadurch hat sich schon unser Boden deutlich verbessert und ist in der Lage mehr Wasser zu speichern. Die Folge – ich muss unsere Hortensien viel weniger gießen! Sie fühlen sich wohler und blühen immer schöner 🙂 Die steinige Erde ist nicht mehr so hart und lässt sich besser bearbeiten.

Damit der ganze Prozess nicht zu lange dauert, verrotet unser Kompost unter der ständigen Beobachtung erstmal auf einer Plane. Erst nachdem wir ihn mehrmals umgesetzt haben und die Temperatur angefangen hat zu sinken (von 65 Grad auf 40 Grad) darf er weiter in einem Kompostbehälter reifen, wo sich auch tierische Helfen einstellen.

Fertigen Kompost mische ich immer mit unserem Mutterboden, damit die Pflanzen bessere Startmöglichkeiten haben. Der Boden wird tiefgründig gelockert (wir haben lehmigen Sand), Steine werden aussortiert und das Ganze mit unserem Kompost vermengt. Dadurch wird der Lehm für Hortensien zu einem perfekten Boden. Locker, luftig und durch den Lehmanteil speichert er viel Wasser. Ohne diese Zusätze wäre unser Boden im Sommer steinhart und im Winter würden ganz viele Pflanzen eingehen, da sich Staunässe bilden würde.  Damit der Boden weiterhin sauer bleibt, sollte man regelmässig einen Mulch aus Holzhäkseln und Eichenblättern ausbringen, als Schutz des Bodens vor extremer Hitze und das Wasser verdunstet langsamer.

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