Archiv für den Monat April 2017

Insektenhotels bauen

Wir wollten schon immer unseren Insekten im Garten helfen. Vor ein paar Jahren haben wir Insektenhotels gekauft und uns gewundert, dass sie kaum angenommen wurden.

Jetzt, mit ein paar Jahren mehr Erfahrung, erkennen wir die Fehler bei gekauften Insektenhotels, wie zum Beispiel unsauber gebohrte Löcher.

Wir haben uns diesmal für ganz natürliche Nisthilfen entschieden, in verschiedenen Holzstücken (im Langholz) Löcher von 3 bis 8 mm gebohrt und diese an den Apfelbäumen festgebunden. Es musste Hartholz sein, da Weichholz zu faserig ist und sich bei Nadelgehölzen die Löcher mit Harz füllen können.

Diese verschiedene Holzstücke haben wir an mehreren sonnigen Stellen im Garten verteilt, auch Totholzhaufen und Steinhaufen haben wir eingerichtet.

Und zusätzlich möchten wir noch ein Insektenhotel für die Wildbienen errichten. Diesmal haben wir uns eines aus Ton ausgesucht, weil er schnell trocknet und langlebig ist.

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Im Handel gibt es fertige Insektenhotels zu kaufen.  Leider eignen sich die Meisten für diesen Zweck überhaupt nicht. Es ist besser diese selber zu basteln, oder bei Bienenprofis zu kaufen. Es ist darauf zu achten, dass die Löcher im Langholz (Hartholz)  sauber gebohrt sind.  Ich habe mir auch ein Bienenblock aus Ton gekauft, man könnte auch Schilfmatten, Pappröllchen oder Bambusstängel dafür nehmen. Wichtig ist aber nicht nur das Wohnungs-, sondern auch das Nahrungangebot. Wilde Bienen bleiben in der Nähe ihres Geburtortes, deshalb müssen sie auch dort das ganze Jahr über etwas zu trinken haben. Wir haben unsere Insektenhotels sonnig/halbschattig gestellt/aufgehängt, der Wetterseite abgewandt. Mal schauen, wann die ersten Löcher bezogen werden.

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Den Rasen im Frühjahr pflegen

Nach dem wir den Rasen das erste mal gemäht haben, haben wir ihn auch direkt gedüngt. Wir versuchen organisch- mineralisch zu düngen. Diesmal haben wir Cuxin ausgebracht und auch Kompost kam zum Einsatz. 2 Wochen später, vor diesem Wochenende haben wir den Rasen auch vertikultiert. Ich bin selbst erstaunt, wie gut er trotz geschlossener Schneedecke überwinter hat.

Ich bin mir sicher, dass der Sand, den ich im Herbst auf dem Rasen ausgebracht habe, der Grund dafür ist. Wir haben Lehmboden und der Rasen bekommt sehr schnell keine Luft und stirbt ab. Wir hatten jedes Jahr kahle Stellen, die neu nachgesäht werden mussten. Diesmal hatten wir kaum Schneeschimmel. Ich war sehr überrascht. Und das obwohl unsere Kinder im Winter auf dem Rasen viel gespielt haben.

Das Vertikultieren haben wir im letztem Jahr gelassen. Der Rasen wuchs teilweise zu hoch und zu dicht. Diesmal habe ich mir deshalb die Arbeit gemacht und die gesamte Fläche mit einem elektrischen Vertikultierer ‚gekämmt‘.  Auf dieser Weise bekommt die Grasnarbe wieder Licht und Luft und kann sich besser entwickeln. Ich habe auch das trockene Wetter genützt und bin mehrmals mit Nagelschuhen über die gesamte Fläche gelaufen. Ich habe schon zuvor gemerkt, dass diese Prozedur unserem Rasen besonders gut tut. Die Wurzeln entwickeln sich stärker und kräftiger und die Pflanzen sind gegen Trockenheit resistenter.

Auf sehr nassen Stellen haben wir wieder gewaschenen Sand ausgestreut.

Einige Stellen habe ich stärker vertikultiert, um dort den schlechten Rasen los zu werden und den besseren nachsähen zu können. Wir benützen seit 2 Jahren die Barenbrugsamen und sind sehr zufrieden.

Jetzt heißt es die Samen feucht halten zu und abwarten. In ein paar Tagen bekommen wir wieder einen schönen, grünen und dichten Teppich. Meine Kinder lieben auf ihm zu spielen.