Archiv für den Monat März 2017

Gemüsegarten

Wir haben jedes Jahr das Problem, dass es in unserem rauhen Klima zu lange kalt ist und der Sommer zu kurz. Ohne Gewächshaus ist es schwierig Gemüse zu kultivieren.

Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass es sich durchaus lohnt geduldig zu sein. So haben wir Kohlrabi oder Rosenkohl auf den Beeten einfach über den Winter stehen gelassen. Und ich meine damit keine Sorten, die für den Winteranbau vorgesehen waren.

Diese Krezung Flower-Sprout Rosenkohl soll im Herbst erntenreif sein. Leider haben die Pflanzen es nicht geschafft bis zum Winter genug große Röschen zu bilden. Erst Mitte März konnte ich das Beet endlich abräumen. Ich habe sogar etwas zu lange gewartet, denn die Röschen  habensich schon ein bisschen geöffnet.

Schmecken tun sie trotzdem!

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Es ist soweit…

Wir haben Ende März. Seit ein Paar Tagen sind die Bachstelzen und Rotschwänze aus ihren Winterquartieren zurück. Ihre Rückkehr kann man nicht überhören. Ich habe sofort erkannt, dass sie wieder da sind. Ihr Gesang kündigt den Frühling an.

Überall wird gezwitschert, gesungen, in der Luft und auf dem Boden finden Revierkämpfe statt. Amselmännchen versuchen ihre Liebsten mit Geschenken zu gewinnen, indem sie für sie Regenwürme aus dem Boden ziehen und präsentieren. Alle Nistkästen werden immer wieder besucht, gereinigt, gemessen. Überall sieht man Vögel, die entweder im Schnabel oder mit den Füßen das Nistmaterial transporteren.

Ich bin sehr gespannt, ob unser Rotkelchenpaar den katzen- und mardersicheren Nistkasten, den wir auf dem Boden, zwischen Koniferen aufgestellt haben, annehmen werden. Immerhin zeigen sie Interesse, indem sie immer wieder um den Nistkasten herum kreisen. Vielleicht müssen wir noch mehr Todholz darauf legen. Im Moment ist der Kasten unter Rindenstücken versteckt.

Wir haben für unsere geflügelte Gäste auch Perserkatzenhaare angeboten, welche sehr gerne angenommen werden. Auch das Nistmaterial von Vivara wird geschätzt.

Im Moment hängen in unserem ganzen Garten 15 Nistkästen. Vor einem Jahr hatten wir 5 weniger und fast alle waren belegt. Mal schauen, wieviele diesmal angenommen werden. Die Holzbetonnistkästen werden von den Vögeln bevorzugt. Also ob sie wüssten, dass sie sicherer sind. Ich beobachte, dass Steinhaufen und Todholzhaufen tatsächlich die Zahl unserer tierischen Gäste erhöht haben. Sie sitzen sehr gern darauf oder suchen dort nach Insekten. Wenn die Hecken, Sträucher und Bäume grösser werden, wird sich das bestimmt auch positiv auswirken.

Bald wird auch unsere Futterstelle noch öfter genutzt, weil sich die erschöpfte Vögel zwischen dem Füttern ihrer Küken dort stärken werden.

Vor Kurzem haben uns auch Erlenzeisige besucht und die Grünfinken sind auch wieder da.

Ich überlege, ob ich auch Niggersamen für sie aushängen soll. Grünfinken werden immer mehr. Zuerst ist nur ein Mänchen gekommen, mittlerweile kommen gleichzeitig 2 Pärchen.

Ich hoffe, dass ich bald berichten werde, dass die ersten Eier gelegt wurden.

Heckenpflege

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Egal, für welche Hecke ihr euch entschieden habt, ein bisschen Pflege zahlt sich immer aus!

Es gibt Leute, die meinen, die Pflanzen sollen alleine zu Recht kommen. Das mag stimmen, wenn man eine natürliche, nicht zu dicht gepflanzte Vogelschutzhecke hat. Eine, die aus heimischen Gehölzen besteht und  nicht einmal im Jahr in Form gebracht wird.

Wenn man aber eine geschnittene Hecke möchte, in der die Pflanzen dicht bei einander wachsen, ist es sinnvoll diese ab und zu zu düngen. Ich finde natürliche Dünger am Besten. Die geben ihre Nährstoffe langsam ab, verbessern die Bodenstruktur und aktivieren das Bodenleben. Auf diese Weise gedüngte Pflanzen sind widerstandsfähiger, robuster und gesünder. Auch Wurzelverbrennungen kommen seltener vor, als mit einem Kunstdünger.

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Ich bevorzuge einen selbst hergestellten Kompost. Dafür mische ich Gras, Küchenabfälle, Pferdemist, Holzschnitt, Heckenschnitt, Blätter, Heu, Kohle und Steinmehl zusammen und lasse es bei Temperaturen unter 65 Grad Kompostieren. Mit Hilfe eines Kompostthermometers kann ich die Temperatur stetig kontrollieren und gegebenfalls eingreifen. Wenn die Temperatur zu niedrig ist, muss ich Hornmehl, Mist oder frisches Gras dazufügen. Wenn die Themperatur zu hoch ist, muss man Holz, Holzspänen, Heu oder Blätter dazufügen. Das Verhältniss zwischen trockener und feuchter Masse muss dabei immer stimmen.

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Ich setzte das Ganze jeden zweiten Tag um. Nach drei Wochen kommt das Gemisch in einen Komposter. Nach ein paar Monaten kann man den Kompost benützen.

Den Kompost sollte man früh im Jahr ausbringen, wenn das Wetter noch feucht und kühl ist.

Da bei uns ab morgen gerade so ein Wetter herrschen wird, habe ich heute meinen Komposter geleert und verschiedene Pflanzen, unter anderem auch die Hecken, mit dem Gold versorgt. Die Regenwürmer werden sich freuen 🙂

Wir haben im Garten verschiedene Hecken: Säuleneiben und Thujen als Windschutz, Hain- und Rotbuchehecke als Raumteiler und auch frei wachsende Sträuche, wie Felsenbirnen, Perückensträucher, Haselnuss, Kornelkirsche und Ahorne. Auch diese haben heute ihre Ration bekommen.

Ich lasse auch immer die Blätter liegen, damit auf diese Weise mindestens ein Teil der Nährstoffe wieder an die Pflanzen zurückkommen kann. Gut ernährte Pflanzen sind robuster und können sich besser gegen Krankheiten und Schädlingen behaupten.IMG_5739[1]

Endlich März

Ich kann es nicht immer wieder  abwarten, wenn der Winter endlich sich zu Ende neigt.

Ende Februar oder Anfang März erwacht die Natur aus dem Winterschlaf. Und irgendwie damit auch ich. Ich mag Winter, aber irgendwann reicht es mir wirklich und ich kann einfach nicht mehr warten, dass ich endlich in den Garten darf. Ihr kennt bestimmt das Gefühl, wenn es in den Fingern kribbelt 😉

Ich war schon fleissig und habe ein paar Hainbuchen gepflanzt, die zu einem Würfel geschnitten werden (auch um Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten zu bieten) und eine kurze Rotbuchenhecke, die als Raumteilen dienen wird (2 Meter lang).

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Darüberhinaus, habe ich wieder ein Stück Rasen ausgestochen und dort Helleroborus, Veilchen, Krokuse und Muscari gepflanzt.

Auch die Eibenhecke wurde verlängert und dadurch endlich fertig.

In dieser Woche werde ich noch viele Stauden pflanzen, die ich für Bienen und Schmetterlinge gekauft habe. Verschiedene Distelarten, Sonnenhut, Katzenminze, Enzian, Sterndolde, Braunelle, Gamander und Primel.

Ich habe auch schon die ersten Bienen und Schmetterlinge fliegen gesehen, die sich an Krokusen gestärkt haben. Auch die ersten Winterlingen haben schon ihre Köpfe in die Sonne gestreckt. Die neuen Sorten (Schwefelglanz) kommen bereits aus dem Boden. Sie werden sich die Tage auch öffnen.  Auch verschiedene Schneeglöckchen blühen schon in jeder Ecke. Jeden Tag kann man etwas neues im Garten entdecken. Bald werden auch die Kornelkirschen blühen. Und das ist gerade das, worauf ich gewartet habe!!!