Archiv für den Monat Januar 2017

Waldbeete

Wir haben noch Winter, der Garten rüht vor sich hin. Bestimmt viele von Euch machen sich schon Gedanken was ihr in diesem Saison noch im Garten ändern möchten.

Wie img_3778wäre es  mit einer neuen Rabatte? Es gibt fast in jedem Garten Ecken, die dunkel und ein bisschen vergessen sind. Warum soll man sie nicht zum leuchten bringen? Waldpflanzenrabatten wirken immer geheimnissvoll, heiter und wild. Die Sonne trocknet sie nicht schnell aus, sie wirken an einem heissen Tag irgendwie erfrischend und lebendig.  Auch der Geruch erinnert an einen Wald. Vorausgesetzt haben wir an Rindenmulch gedacht 🙂

Es gibt viele schöne Pflanzen, die wir dafür nehmen IMG_1861könnten. Farne, Gräser, Hostas, Herbstanemonen, Frauenmantel, Storchenschnabel, Trännendes Herz, Lungenkraut und vieles mehr. Auch Waldhortensien eignen sich für dieses Zweck hervorragend! Ihre weisse Blütenbälle erhellen die dunkleste Ecken. Und nicht zu vergessen- solche Schattenrabatten sind sehr pflegeleicht- das Giessen enfällt bis auf ganz trockenenem heissen Perioden. Etablierte Bepflanzungen kommen fast alleine zur Recht. Wichtig ist, die Pflanzen in Gruppen zu pflanzen und verschiedene Formen und Höhen zu kombienieren. Auf dieser Weise wird das Beet immer spannend und harmonisch wirken.

IMG_5331Bevor wir das Beet bepflanzen, müssen wir die Erde gut vorbereiten. Die meisten Waldpflanzen lieben humose, feuchte, lockere Böden. Es lohnt sich schon im Vorfeld ein Kompost aus Laub und anderen Gartenabfällen vorzubereiten. Danach reicht es, wenn man die Oberfläche regelmässig mulcht. So bleibt die Erde humus und locker. Schnell finden sich auch Tierchen, die das feuchte Milieu mögen. Bei uns sind zum Belispiel Erdkröten eingezogen 🙂 Auch Vögel wissen dieses Beet zu schätzen. Sie finden dort viele Insekte und Würme. Mit grösseren Steinen und Würzel dekoriert, wird ein schön bepflanztes Beet schnell zu einem Blickfang.

img_9404Hier ein kleiner Überblick von schattenliebenden Pflanzen:

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Rotbuche und Hainbuche als Hecke und Gestaltungselement

Ich wusste schon immer – diese Pflanzen müssen einen Platz in meinem Garten bekommen. Obwohl ich ein Grundstück habe, auf dem sich nur schwer eine Buchenhecke integieren lässt, habe ich einen Platz gefunden, an dem ich eine mindestens 2 Meter lange Rotbuchenwand und einen breiten “Würfel“ aus Hainbuchen pflanzen kann.

Mein Ziel ist, den Vögeln dichte, undurchlässige Zweigengewirre zu bieten, die sie zum Nisten nutzen können. Das wird allerdings mind. 3 Jahre dauern, bis sich die Pflanzen so weit entwickelt haben.

Wie bereits erwähnt, möchte ich eine Blutbuche mit Hainbuchen unterpflanzen und diese zu einem Würfel schneiden. Direkt hinter dem Baum wird eine lange Rotbuchenwand entstehen und als Raumteiler dienen. Mal schauen, wie sich das ganze entwickeln wird und ob ich mein Ziel erreichen werde.

Ich probiere immer wieder vieles Neues, um daraus zu lernen. Ich liebe Hainbuchen, weil sie früh austreiben und sich beliebig schneiden lassen, so dass auch schmale Hecken überhaupt kein Problem sind. Dagegen überzeugen mich Rotbuchen durch ihr Laub – im Frühjahr, im Sommer und im Herbst. Auch im Winter sehen sie schön aus. Hier die jetzige Bilder. Die Rotbuche hat immer noch hübsche, trockene Blätter, die Hainbuche ist dagegen im Moment fast kahl. Diese wird aber im Frühjahr ziemlich früh wieder austreiben. Die Buche lässt sich dagegen damit viel Zeit. Aber keine andere Hecke kann sie im Winter toppen. Die Rotbuche wechselt die alte Blätter gegen neue aus und bleibt so fast das ganze Jahr über ziemlich blickdicht.

Nicht zu vergessen: Vögel nisten ganz gerne in beiden Hecken oder suchen dort nach Nahrung. Ich habe 3 Komposter, die darauf warten entleert zu werden. In März werde ich die ganze Aktion starten und ich freue mich schon riesig darauf!!