Herbstpflege für den Rasen

Nach 5 Jahren, in denen wir unseren Rasen intensiv beansprucht haben, ist die Zeit gekommen, diesem eine Schönheitskur zu schenken.

Bis jetzt haben wir unseren grünen Teppich ab und zu vertikultiert, gedüngt und bei Hitze gegossen. Das reichte aber langsam nicht mehr. Durch das ständige Betreten, Arbeiten, Laufen und Spielen, ist unser Boden sehr verdichtet geworden, so dass den Wurzeln Luft und Wasser fehlt. Sie wachsen sehr oberflächlich und gehen nicht mehr in die Tiefe, da auch Wasser und Nährstoffe auf der Oberfläche verbleiben. Unser Rasen ist sehr empfindlich geworden und ist nicht mehr hitzeresistent. Schon 2 Tage Trockenheit liessen ihn braun und strohartig werden. Längere Pausen zwischen dem Giessen haben nicht geholfen und auch den Winter hat er jedes Jahr schlechter überstanden, so dass ich immer mehr Stellen nachbessern musste.

Daher hatte ich mir vorgenommen, ihn im Herbst näher zu untersuchen und die Probleme zu beheben und nun ist es so weit.

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Als erstes habe ich mit einem Rasenspecht/Aerifiezierer in Problemzonen viele Löcher gestochen und mir den Boden dort genauer angesehen. Solche Stellen hatten wir zum Beispiel am Hang. Obwohl es 2 Tage zuvor sehr stark geregnet hatte (45 Liter) war der Boden nur auf der Oberfläche feucht. Der genaue Blick zeigte, dass die Wurzeln sehr kurz waren. Meine Diagnose: Zu wenig Humus und Verdichtungen.

Andere Stellen waren dagegen viel zu nass und der Boden sehr fett. An diesen Stellen hatte der Rasen ebenso kaum Wurzeln. Ich habe stellenweise eine Pilzkrankheit entdeckt. Dort konnte man die Grasnarbe einfach abnehmen. Wir hatten auch viele Stellen, wo die Oberfläche sehr schnell hart und trocken wurde. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Rasen gründlich zu renovieren und ihm bessere Bodenverhältnisse zu bieten, damit das Wurzelwachstum sich verbessert und die Krankheiten zurückzudrängen.

Ich habe mit dem Lüften angefangen. Absichtlich habe ich das Vertikultieren auf der gesamten Fläche gelassen, da der Rasen in einem schlechten Zustand ist und die Wurzeln kaum vorhanden sind. Der Vertikultierer hätte alles rausgerissen und es würde kaum etwas von dem Rasen übrigbleiben.

Stattdessen habe ich viele tiefe Löchern ausgestochen, die mir viel Arbeit gemacht haben. Naja, ich bin ausnahmweise nicht Laufen gegangen, stattdessen hatte ich meine Fitnesseinheit im Garten erlebt. 😉

2 Nachmittage hat mich die ganze Arbeit gekostet. Aber es hat sich gelohnt. Die Löcher habe ich anschliessend mit gewaschenem Sand (0-2 mm Körnung) und Wurmhumus gefüllt. Das hat prima mit einem Streuwagen geklappt (die Einstellung für Sand 4-5 ) für Wurmhumus 6-8). Durch das Aerifiezieren und Sanden, bekommen die Gräser wieder Luft, Wasser und Nährstoffe. Das Wasser kann in tiefere Schichten eindringen und bleibt nicht nur auf der Oberfläche. Es gibt verschiedene Rasenbelüfter.

Es lohnt sich nicht am Preis zu sparen. Günstigere Geräte neigen z.B. dazu zu verstopfen. Mein Belüfter hat sich nicht einmal verstopft.

Ich muss noch erzählen, dass ich mir früher das Geld sparen wollte und den Boden nur mit Nagelschuhen oder mit einer Gartengabel gestochen habe. Mit der Folge, dass der Boden zwischen den Löcher nur zur Seite geschoben und damit der Boden noch mehr verdichtet wurde.img_25851 Der Wurmhumus fördert zusätzlich die Wurzelbildung und stärkt den Teppich vor dem Winter. Die Humuskomplexe, die im Wurmhumus enthalten sich, helfen den Boden zu aktivieren, locken die Regenwürmer an und speichern die Feuchtigkeit.

Der Humusgehalt ist somit gestiegen. Im Frühjahr kommt auf den Rasen noch der eigene, gesiebte Kompost. Wir müssen den Rasen wieder elastischer machen und den Boden lockern. Wir haben insgesamt auf 500m² je 10 Säcke Wurmhumus und Sand verbraucht.

Gleichzeitig habe ich die ganz kahlen Stellen leicht vertikultiert und nachgesät. Diesmal habe ich an den Saat nicht gesparrt. Ich habe diese Samen genommen, weil er mir von Profis empfohlen wurde.

Jetzt muss das Ganze noch kräftig gegossen werden und es bleibt nur zuzuschauen, wie alles wieder grün und kräftig wird.

Im Frühjahr, werde ich die Wurzeln untersuchen und wenn sie sich erholt haben, werden wir den Rasen leicht vertikultieren und den Kompost ausbringen. Um die Reparatur zu vollenden wird noch Zeolith gestreut. Zeolith bindet und speichert Ionen und kann diese nach Bedarf abgeben. Er hilft die Wirkung von Dünger zu verlängern, da er das Auswaschen verhindert. Dieses Gestein hat eine pilzhemmende Wirkung, die mir bei unseren Problemen im Rasen wichtig ist. Darüberhinaus fördert er die Ansiedlung und das intensive Wachstum von nützlichen Bodenmikroorganismen. Weitere Pluspunkte liegen darin, dass die Struktur des Bodens  verbessert  und damit der Luft- und Wasser-Austausch erleichtert wird.

Es folgen bestimmt neue Fotos, wenn sich hoffentlich das posotive Ergebniss anstellt.

 

 

 

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