Archiv für den Monat September 2016

Herbstblüher pflanzen

Ich habe versucht meinen Garten so zu gestalten, dass von Frühjahr bis Herbst immer etwas blüht. Im Februar fangen unsere Zwiebelblumen an zu blühen – zahlreiche Krokusse sind die ersten, danach kommen Märzbecher, gefolgt von Tulpen und Narzissen. Unser kleiner Steingarten an der Terrasse sieht immer bunt aus. Die Äpfelbäume, Beerensträucher und Gründünger vollenden das Frühlingsbild.

Danach blühen verschiedene Sträucher, immer noch der Gründünger, Wilde Wiese, Hortensien und Hostas. Viele vergessen aber, dass es auch Pflanzen gibt, die auch im August, September bis in den Herbst hinein in unseren Gärten blühen können. Ich zeige euch meine Favoriten. Sie bieten Insekten und Vögel sehr lange Nahrung.

Bei uns haben gerade die Kissenastern mit ihrem Farbspektakel angefangen. Ich bewundere sie jedes Jahr wieder und sie begeistern mich immer mehr. In dieser Zeit, wenn im Garten kaum etwas blüht, sorgen sie für fröhliche Farbtupfer und bringen wieder das Summen der Insekten in unsere Nähe. Wir haben zwei Sorten, leider kenne ich die Namen nicht. Sie bleiben niedrig, kompakt und ihre Pflege begrenzt sich auf das Abschneiden im Frühjahr.

Sedum Telephium

Die Pflanze hat mich früher nie wirklich angesprochen. Erst seit Kurzem sehe ich Ihre wahre Schönheit. Dazu ist sie total pflegeleicht (vorsicht nicht überdüngen, da sie zu weich wird), braucht kaum Wasser und kommt jedes Jahr zuverlässig wieder. Zahlreichen Schmetterlinge und Bienen gefällt die schöne Pflanze auch.Ich kann Euch z.B. die Sorte Herbstfreude empfehlen.

Andere Pflanzen, die im Spätsommer blühen und die man einfach im Garten haben muss, sind die Schafgarbe und der Sonnenhut.

Nicht nur Blumen bringen Farbe und Struktur in den Garten. Aus diesem Grund haben wir Bäume und Sträucher gepflanzt, die uns das ganze Jahr über viel zu bieten haben.

Japanische Ahorne, Zwergspiere, Perückensträucher, Gräser, Farne, Wilder Wein aber auch Heidelbeerensträucher und Hortensien machen den Herbst richtig bunt und fröhlich.

 

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Herbstpflege für den Rasen

Nach 5 Jahren, in denen wir unseren Rasen intensiv beansprucht haben, ist die Zeit gekommen, diesem eine Schönheitskur zu schenken.

Bis jetzt haben wir unseren grünen Teppich ab und zu vertikultiert, gedüngt und bei Hitze gegossen. Das reichte aber langsam nicht mehr. Durch das ständige Betreten, Arbeiten, Laufen und Spielen, ist unser Boden sehr verdichtet geworden, so dass den Wurzeln Luft und Wasser fehlt. Sie wachsen sehr oberflächlich und gehen nicht mehr in die Tiefe, da auch Wasser und Nährstoffe auf der Oberfläche verbleiben. Unser Rasen ist sehr empfindlich geworden und ist nicht mehr hitzeresistent. Schon 2 Tage Trockenheit liessen ihn braun und strohartig werden. Längere Pausen zwischen dem Giessen haben nicht geholfen und auch den Winter hat er jedes Jahr schlechter überstanden, so dass ich immer mehr Stellen nachbessern musste.

Daher hatte ich mir vorgenommen, ihn im Herbst näher zu untersuchen und die Probleme zu beheben und nun ist es so weit.

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Als erstes habe ich mit einem Rasenspecht/Aerifiezierer in Problemzonen viele Löcher gestochen und mir den Boden dort genauer angesehen. Solche Stellen hatten wir zum Beispiel am Hang. Obwohl es 2 Tage zuvor sehr stark geregnet hatte (45 Liter) war der Boden nur auf der Oberfläche feucht. Der genaue Blick zeigte, dass die Wurzeln sehr kurz waren. Meine Diagnose: Zu wenig Humus und Verdichtungen.

Andere Stellen waren dagegen viel zu nass und der Boden sehr fett. An diesen Stellen hatte der Rasen ebenso kaum Wurzeln. Ich habe stellenweise eine Pilzkrankheit entdeckt. Dort konnte man die Grasnarbe einfach abnehmen. Wir hatten auch viele Stellen, wo die Oberfläche sehr schnell hart und trocken wurde. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Rasen gründlich zu renovieren und ihm bessere Bodenverhältnisse zu bieten, damit das Wurzelwachstum sich verbessert und die Krankheiten zurückzudrängen.

Ich habe mit dem Lüften angefangen. Absichtlich habe ich das Vertikultieren auf der gesamten Fläche gelassen, da der Rasen in einem schlechten Zustand ist und die Wurzeln kaum vorhanden sind. Der Vertikultierer hätte alles rausgerissen und es würde kaum etwas von dem Rasen übrigbleiben.

Stattdessen habe ich viele tiefe Löchern ausgestochen, die mir viel Arbeit gemacht haben. Naja, ich bin ausnahmweise nicht Laufen gegangen, stattdessen hatte ich meine Fitnesseinheit im Garten erlebt. 😉

2 Nachmittage hat mich die ganze Arbeit gekostet. Aber es hat sich gelohnt. Die Löcher habe ich anschliessend mit gewaschenem Sand (0-2 mm Körnung) und Wurmhumus gefüllt. Das hat prima mit einem Streuwagen geklappt (die Einstellung für Sand 4-5 ) für Wurmhumus 6-8). Durch das Aerifiezieren und Sanden, bekommen die Gräser wieder Luft, Wasser und Nährstoffe. Das Wasser kann in tiefere Schichten eindringen und bleibt nicht nur auf der Oberfläche. Es gibt verschiedene Rasenbelüfter.

Es lohnt sich nicht am Preis zu sparen. Günstigere Geräte neigen z.B. dazu zu verstopfen. Mein Belüfter hat sich nicht einmal verstopft.

Ich muss noch erzählen, dass ich mir früher das Geld sparen wollte und den Boden nur mit Nagelschuhen oder mit einer Gartengabel gestochen habe. Mit der Folge, dass der Boden zwischen den Löcher nur zur Seite geschoben und damit der Boden noch mehr verdichtet wurde.img_25851 Der Wurmhumus fördert zusätzlich die Wurzelbildung und stärkt den Teppich vor dem Winter. Die Humuskomplexe, die im Wurmhumus enthalten sich, helfen den Boden zu aktivieren, locken die Regenwürmer an und speichern die Feuchtigkeit.

Der Humusgehalt ist somit gestiegen. Im Frühjahr kommt auf den Rasen noch der eigene, gesiebte Kompost. Wir müssen den Rasen wieder elastischer machen und den Boden lockern. Wir haben insgesamt auf 500m² je 10 Säcke Wurmhumus und Sand verbraucht.

Gleichzeitig habe ich die ganz kahlen Stellen leicht vertikultiert und nachgesät. Diesmal habe ich an den Saat nicht gesparrt. Ich habe diese Samen genommen, weil er mir von Profis empfohlen wurde.

Jetzt muss das Ganze noch kräftig gegossen werden und es bleibt nur zuzuschauen, wie alles wieder grün und kräftig wird.

Im Frühjahr, werde ich die Wurzeln untersuchen und wenn sie sich erholt haben, werden wir den Rasen leicht vertikultieren und den Kompost ausbringen. Um die Reparatur zu vollenden wird noch Zeolith gestreut. Zeolith bindet und speichert Ionen und kann diese nach Bedarf abgeben. Er hilft die Wirkung von Dünger zu verlängern, da er das Auswaschen verhindert. Dieses Gestein hat eine pilzhemmende Wirkung, die mir bei unseren Problemen im Rasen wichtig ist. Darüberhinaus fördert er die Ansiedlung und das intensive Wachstum von nützlichen Bodenmikroorganismen. Weitere Pluspunkte liegen darin, dass die Struktur des Bodens  verbessert  und damit der Luft- und Wasser-Austausch erleichtert wird.

Es folgen bestimmt neue Fotos, wenn sich hoffentlich das posotive Ergebniss anstellt.

 

 

 

Hortensienkranz

Ich mag diese Zeit, auch wenn es langsam herbstlich wird. Es ist September und der Sommer ist bald zur Ende. Im Garten sieht es aber nicht langweilig aus. Viele Stauden fangen gerade jetzt an zu blühen. Fette Henne, Aster, Sonnenhut, Gräser und vieles mehr hält jetzt die Nahrung für Insekte und Schmetterlinge bereit. Auch die Schafgarbe bildet noch ein paar späte Blüten.

Bald wird sich der Garten verändern. Das letzte Spektakel der Saison wird beginnen. Die Japanischen Ahorne, Sommerspirree, Heidelbeeren, Hostas, Gräser und die Eichen werden die Farbe ändern. Es wird bunt! Bis dahin haben wir aber hoffentlich noch mind. drei Wochen.

Um die Zeit zu nutzen, habe ich mich einer anderen Tätigkeit gewidmet. Diesmal habe ich früher an einen Hortensienkranz gedacht. Und da ist er. Bunt, fröhlich und schön. Ein paar Blüten werde ich einfrieren und eine Eislaterne damit schmücken.

Bis dann!

 

Kasia