Archiv für den Monat Januar 2016

Unsere Haustiere- Eisenia Foetida und Eisenia Hortensis

Unsere Wurmfarm haben wir schon seit circa 1,5 Jahren. Am Anfang haben wir nur Küchenabfälle verfüttert. Mit der Zeit kamen Kartonage, Kokosfasern, Bentonit und Mineralmix dazu. Seit einiger Zeit verfüttern wir auch Pferdemist. Ich habe beobachtet, dass die Würme dadurch immer dicker geworden sind und die Population wirklich zugelegt hat. Wir haben Pferdemist aus einer guten Quelle, wo wir sicher sein können, dass die Pferde keine Medikamente in der letzten Zeit bekommen haben. Die Würme sind wirklich fleissig, bald werden wir wieder Wurmhumus ernten können. Hier ist Eisenia Hortensis zu sehen.

 

 

Advertisements

Efeu

IMG_0234

Eigentlich mochte ich Efeu nicht besonders. Für mich war das eine Pflanze, die wuchert und die man nicht unter Kontrolle haben kann. Als wir das Haus gekauften, war er bereits in unserem Garten. Ursprünglich war es mein Plan, ihn irgendwann zu enfernen.

Doch nach ein paar Jahren habe ich gelernt, ihn zu mögen und heutzutage ich bin froh, dass wir ihn haben. Warum eigentlich? Wir hatten geplant die Betonstützmauer zu unserem Nachbarn irgendwann durch Klinker zu verschönern. Der Efeu sollte dafür entfernt werden. Inzwischen habe ich aber gegemerkt, dass er einen tollen Hintergrund für Stauden gibt. Darüber hinaus ist er so pflegeleicht und verzeiht vieles, so dass er bleiben duIMG_9486rfte.

Ja, das stimmt, er wächst schnell. Aber mit der Heckenschere lässt er sich gut im Zaum halten. Ende Juni werden neue Triebe abgeschnitten und im August folgt ein Korrekturschnitt. Mit der Heckenschere geht das schnell. Ich häcksle danach alles, vermische es mit Grass, Holz, Pferdeäpfel sowie Gesteinsmehl und setzte daraus einen Komposthaufen an. So viel Grünschnitt wäre einfach zu schade, um ihn wegzubringen.IMG_9585

Als wir das Haus und mit Efeu bewachsene Mauer übernommen haben, sah die Pflanze nicht wirklich schön aus. Matte Blätter und viel trockenes Laub waren die Folge eines falschen Schnitts. Ein bisschen Kompost und ein richtiger Schnitt bewirkten wahre Wunder. Die Zweige und damit die Blätter bekamen viel mehr Licht, die neue Triebe waren wirklich satt grün. Unser Efeu wächst in der Sonne, obwohl von diesem Standort abgeraten wird. Er entwickelt sich trotzdem prächtig und ist eine tolle Kulisse für dort gepflanzte Stauden. In diesem Jahr werden wir ihn stärker zurückschneiden müssen, damit wieder insgesamt alles gleichmäßiger wird.

Kugelsumpfeiche

Quercus palustris Green Dwarf – Kugelsumpfeiche: ein Baum für den kleinen Garten

IMG_5264Ich mag formale Gärten. Zu streng geschnittenen Hecken gehören auch Schnittgehölze und Kugelbäume. Zwei von solchen kleinbleibenen Kugelbäumen haben wir uns vor einem Jahr zugelegt. An derselben Stelle wuchsen früher Akazien, die sich leider nie wirklich eingelebt haben. Sie hatten ständig dürre Äste und konnten sich nicht wirklich entwickeln.

Wir waren uns einig: an dieser Stelle sollten wieder Kugelbäume sein, aber diesmal solche, die den manchmal zu feuchten Boden vertragen und die man nicht zu all zu oft schneiden muss.

Aus diesem Grund hatte sich die Auswahl ziemlich reduziert und wir konnten schnell eine Entscheidung treffen. Es sollten Eichen sein! Ihre kleine, kugelige Krone und schöne Herbstfärbung haben uns sofort überzeugt, auch die Blätterform hat uns sehr gefallen.

IMG_8866

Der Austrieb

IMG_9116

Kleine Kugelbäume pflanzen

Wir konnten die alte Bäume viel einfacher als gedacht heraus nehmen, da sie bereits krank waren und kaum Wurzeln besaßen. Die Löcher wurden vergrössert, die umgebende Erde gründlich gelockert und die Pflanzerde mit Kompost und Hornspänen angereichert. Die Bäume wurden durch eine Spedition geliefert und wurden sofort nach der Ankunft  erstmals gegossen. Danach durften sie direkt in die Pflanzlöcher gesetzt werden. Oben drauf kam noch Wurmhumus und das Ganze wurde mit Rindernmulch abgedeckt. Danach wurde wieder das gesamte Beet gegossen.

Mein Mann hat die Stämme noch mit einer Bastmatte eingerollt und danach Holzpfähle direkt neben die Bäume in den Boden geschlagen, um die Bäume daran festzubinden.

Seitdem haben wir die Bäume sich selbst überlassen. Sie wurden nur bei sehr extremer Trockenheit reichlich gegossen. In diesem Jahr werden wir die Bäume das erste mal organisch düngen.

Sie haben sich prächtig entwickelt und den ersten Winter ohne Probleme überstanden. Mal schauen, wie sie diesen Winter überleben. Die Bäume haben auf mich bis jetzt einen sehr robusten Eindruck gemacht. In diesem oder im nächsten Jahr stehen noch weitere Kugelbäume auf unserer Einkaufliste. Diesmal werden es zwei Amberbäume sein. Aber darüber schreiben wir ein anderes mal…

 

Rasenpflege

Ich weiss, ich bin ziemlich pingelig, wenn es ums Gärtnern geht. Wenn ich von jemandem höre, dass er Unkraut in seinem Garten zulässt, weil er einen Naturgarten möchte, dann muss ich ein bisschen innerlich grinsen. Ich finde, dass das einfach Faulheit ist und nicht die Idee eines naturnahen Garten dahinter steckt.

trawaa

Ich habe nichts gegen Unkraut, das sind schliesslich auch Pflanzen, manchmal sogar nützliche und hübsche. Aber in meinem Garten soll der Rasen wie ein Rasen aussehen und nicht wie eine Wiese. Denn Wiesen habe ich genug hinter meinem Zaun. Zu manchen Gärten passt so ein natürlicher Stil, zum Beispiel wenn man viel Baumbestand hat, viele Beete und wenig Rasen. Aber bei uns passt das nicht.

Rasen vollendet einen Garten

Ich finde, dass die Beete können noch so sehr gepflegt sein, aber wenn der Rasen nicht grün und ungepflegt ist, zerstört das das Gesamtbild. Viele Stauden kommen gerade durch einen schönen, gepflegten Rasen zur Geltung. Er ist wie ein Spiegel in dem sich die Stauden anschauen können. Aber ist der Spiegel trüb …?aaa

Wir hatten als wir das Haus kauften  keinen Rasen sondern eine Wiese, eine sehr hübsche sogar. Hunderte von Löwenzahnpflanzen, Girsch, Klee und Stiefmütterchen. Die Folge war, dass man sehr oft mähen musste, da sonst ein unordentlicher Eindruck entstand. Man konnte kaum erkennen, wo die Beete waren, denn überall blühte etwas. Mich störte das! Ich liebe Ordnung!

Ich habe sehr schnell nach dem Hauskauf versucht, den Rasen in einen echten Rasen zu verwandeln. Viele Nachbarn sagten mir, dass es hier nicht möglich sei, einen Rasen zu haben – wir wohnten zu nah an den Feldern.

Das Stimmt! Es wird schwierig den Rasen dauerhaft unkrautfrei zu halten, aber es ist nicht unmöglich das Unkraut so zu reduzieren, dass das Gesamtbild zufriedenstellend ist.

trwa22

Mein Weg zu meinem Traumrasen

Ich habe angefangen (es ging nicht anders, es war einfach zu viel Unkraut da) mit einem Unkrautvernichter. Ich habe versucht, nur wenig davon zu benutzen und wirklich nur ganz lokal. Ich habe mich bemüht nur die Blätter zu bespritzen und keine Erde. Es ist mir bestimmt nicht immer gelungen. Aber bei dieser Menge an Unkraut hätte ich ewig zupfen müssen. Die Pflanzen waren auch schon alt und die Würzeln dick und breit.

So sah unser Rasen zum Beginn aus:

original

Die meisten Pflanzen sind ausgetrocknet und es entstanden kahle Flecken. An diesen Stellen habe ich gute Erde ausgebracht und neu eingesäht. Die gesamte Fläche wurde mit einer Gartengabel gelöchert, um Luft an die Wurzel wieder zu bringen. Danach folgte ein guter Rasendünger. Das Ergebnis ließ sich schnell sehen.

trawa 3 trawa 6 trawa trawa4

Danach wurde unser Rasen nur noch regelmässig gepflegt. Im Früjahr wird er zuerst gedüngt.  Abhängig vom Wetter, nachdem unser grüner Teppich angefangen hat zu wachsen, vertikulieren wir die gesamte Fläche. Es ist wichtig, das dies in dieser Reihenfolge erfolgt, denn einen geschwächten Rasen zu vertikultieren, bedeutet den Unkräutern einen Vorsprung zu geben.

wertykulacja

Nach dem Vertikulieren

Einmal im Saison wird das Ganze noch belüftet. Das machen wir mit dem Gerät, mit dem wir auch den Rasen vertikultieren. Im Moment haben wir Al-ko. Es funktioniert prima, nach dem Vertikultieren muss man aber das entfernte Moos und tote Gras einsammeln. Wir machen uns das einfach, in dem wir zunächst mit dem Rasenmäher das Gros aufsaugen und nur noch den Rest zusammenharken.

Ab und zu benutzen wir ein bisschen dieses Düngers.  Man muss aber sehr vorsichtig damit sein, nie zu viel benutzen und IMMER danach gründlich gießen. Sonst kann es passiert, dass der Rasen stellenweise verbrennt.

Wir haben die ersten 2 Jahre auch im Herbst den Rasen gekalk. Zuvor hatten wir den Boden beprobt und festgestellt, dass der pH-Wert viel zu niedrig war. Aus diesem Grund hatten wir auch sehr viel Moos im Rasen. In diesem Herbst habe ich den Boden wieder untersucht und der pH-Wert war richtig, er lag bei 7. Unter 6 sollte der pH-Wert nicht liegen. Natürlich hängt es vom Boden ab, welcher exakter pH-Wert für den Rasen noch in Ordnung ist und welcher sich als kritisch erweist.

Hinter unserem Haus haben wir eine Stelle, die immer sehr nass ist. Dort belüften wir den Boden besonders intensiv und streuen jede Menge Sand aus. Wir benutzen dafür eine Gartengabel, die wahrscheinlich jeder bei sich im Schuppen hat.

Wir versuchen den Rasen nur einmal im Jahr mit einem mineralischen Dünger zu düngen. Und das nur mit der Hälfte der empfohlenen Dosis. Ich benutze ihn nur, wenn irgendwelche Mängel zu sehen sind. Normalerweise dünge ich aber 2-3 mal mit einem organischen oder organisch-mineralischen Dünger. Ab und zu kommt Wurmhumus oder Kompost auf die Oberfläche.

Darüber hinaus sollte man das regelmäßige Mähen nicht vergessen. Gute Ergebnisse erreicht man durch ein- bis zweimaliges Mähen pro Woche. Je häufiger gemäht wird, desto stärker verzweigt sich das Gras, was für einen dichten Teppich sorgt. Sollte der Rasen doch einmal zu lang gewachsen sein, so ist es wichtig, die Schnitthöhe zunächst nach oben zu stellen, da sich sonst das Gras gelb verfärben und die Halme geschwächt werden.

333

So sah der Rasen aus. Links sieht man den Teil, der 2 Wochen zuvor renoviert worden war