Stipa tenuissima nicht winterhart?

Seit einigen Jahren ist dieses Gras richtig in Mode gekommen. Kein Wunder – besonders in grossen Gruppen wirkt es wirklich wundervoll. Man kann mit dieser Pflanze leichte, bewegte Bilder schaffen. Sie lockert strenge Beete auf und sieht natürlich aus. Es ist fast so, als ob wir im Garten eine Wiese hätten. Ich nütze sie bei mir im Garten sehr gerne. Leider verursacht das Gras bei vielen Menschen Probleme. Es übersteht oft den Winter nicht. Einige Leute pflanzen es deshalb jedes Jahr wieder, was sehr kostspielig sein kann. Was kann man also tun, damit die Pflanze im Frühjahr wieder kräftig austreibt?

Das Gras stellt an seinen Gärtner einige Ansprüche, die man erfüllen sollte:

  • ein sonniges Beet (kann auch halbschattig sein, wenn der Boden sandig ist)
  • der Boden muss gut vorbereitet werden. Ein sehr guter Wasserabzug ist ein Muss. Wer Lehmboden im Garten hat, muss die Stelle mit Kies und Sand auflockern. Es hilft zusätzlich die Pflanzen auf einer Erhöhung zu pflanzen.
  • im Sommer muss nur bei sehr langer Trockenheit gegossen werden
  • nicht zu früh im Früjahr zurückschneiden.

Bei mir gedeiht das Gras nur auf dem erhöhten Beet sehr gut. Die Stelle ist sonnig, luftig und trocknet rasch ab. Es fühlt sich hier so wohl, dass es sich sehr großzügig ausgesäht hat.

Die Pflanze sieht zu jeder Jahreszeit schön aus. Im Frühjahr besticht sie mit frischgrünen Halmen, im Sommen mit Samen und auch im Herbst und Winter schafft sie eindrucksvolle Bilder. Es lohnt sich diese Pflanze im Garten zu haben. Wenn wir der Pflanze gute Bedingungen schaffen, wird sie ohne Probleme über den Winter kommen.

Vögel unterstützen

Als wir hier eingezogen sind, ist mir aufgefallen, dass es hier sehr wenige Vögel im Garten gibt. Nur Ein Paar Spatzen, 2 Amseln, eine Elser, eine Bachstelze, ein Grünfink und 2 Kohlmeisen liessen sich beobachten.

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Die Futterstelle im Winter war kaum besucht, obwohl ich versuchte mit unterschiedlichem Futter die Tiere zu lockern. In dieser Zeit haben wir auch viel über heimischen Vogel gelesen und erfahren, dass sich die Population mancher heimischer Vogelarten in den letzten Jahren halbiert haben. Wir haben angefangen ein Paar Niesthäuschen im Garten zu verteilen, um mindestens auf dieser Weise den Vögel helfen zu können.

Seit diesem Frühjahr füttern wir die Vögel ganzjährig zu. Wir haben gelesen, dass durch zu intensiven Landwirtschaft und dazu gehörenden Pestiziden, die Nahrung für Vögel knapp geworden ist. Es sterben sehr viele bereits in ihrem ersten Lebensjahr.

Wir machen das auch für unsere Kindern, um diese für die Natur zu begeistern. Sie haben die Möglichkeit die Tiere beim Fressen zu beobachten und das aus großer Nähe, denn die Futterstellen sind direkt vor dem Küchenfenster.

Es ist schön, wenn man aus jedem Nistkasten das Pipsen der Jungvögel hört und dass in unserem Garten nun endlich viel mehr Vögel zu sehen sind. Bei uns nisten zur Zeit mehrere Spatzen-, eine Rotschwanz-, 2 Kohlmeisen- und eine Blaumeisenfamilie. Wir möchten noch einen weiteren Nistkasten aufstellen, vielleicht wird dann auch eine Rotkehlchenfamilie bei uns brüten. Wir haben viele Futtersäulen ausprobieren und wir sind von Vivaraproduktenüberzeugt. Auch die Nistkasten sind von einer sehr guten Qualität und der Preis ist vollig in Ordnung. Die besten Erfahrungen haben wir mit Nistkasten aus Holzbeton gemacht. Diese halten mehrere Jahre durch und bieten den Vögel den besten Schutz, auch vor dem Nesträuber. Die Holznistkasten kann man an geschützen Stellen ebenso aufhängen. Zum Beispiel unter einem Dachvorsprung.

Mehr über Vögel im Garten

Hitze und Trockenheit im Garten

Hallo Zusammen! Ist es bei euch auch so trocken und heiss?

Ich sehe um mich herum immer mehr Gärten, die zurückgebaut werden. Der Grund dafür ist, dass durch anhaltende Hitze und Trockenheit der Garten zur Belastung wird, weil er zu pflegeintensiv geworden ist. Muss das wirklich so weiter gehen?

Vielleicht muss ein Umdenken stattfinden, und man soll den Garten dem Klimawandeln anpassen?

Besonders jetzt ist es wichtig, dass die Pflanzen standortgerecht gepflanzt werden.

Was hilft noch, damit wir nicht ständig mit dem Wasserschlauch im Garten stehen müssen?

Das wichtigste überhaupt passiert schon vor dem Einpflanzen. Wichtig ist es, den Boden sehr gut vorzubereiten. Nur dann wird die Feuchtigheit gut gespeichert, die Pflanzen können tiefere Wurzeln ausbilden und werden robuster und damit pflegeleichter.

Ich arbeite sehr gerne mit Kompost, den ich selbst herstelle. Darüber hinaus kaufe ich auch Torffreie Erden, die ich ins Pflanzloch gebe. Hier in der Oberpfalz haben wir ziemlich schwierige Erde, die im Winter oft zu nass ist und im Sommer sehr schnell verkrustet. Deshalb ist es besonders wichtig, immer wieder den Humus zuzufügen, damit der Boden lockerer und luftiger wird und bleibt.

Wichtig ist natürlich auch die richtige Pflanzenwahl. Es gibt ganze Reihe von Pflanzen, die mit Trockenheit gut zu Recht kommen. Wie wäre es mit einem Kiesgarten (kein Schottergarten!!) oder mit einem Präriegarten? Wenn wir uns für einen Kiesgarten entscheiden, müssen wir den Boden sogar abmagern. Weil mir das zu umständlich war, habe ich mich für Präriebeete entschieden. Die Pflanzen für einen Präriegarten kommen sehr gut mit einem normalen Gartenboden zurecht. Wichtig ist es nur, dass es gut Wasser durchlässig ist.

Manche verstehen den Begriff „Kiesgarten“ leider falsch. Es reicht nicht alles mit Schotter zu bedecken und ein Gras zu pflanzen. So ein “Garten“ bietet der Natur rein gar nichts. Ein Garten muss natürlich aussehen und bunt sein 🙂 Und vor allem: mit Pflanzen bepflanzt, die kaum gegossen werden müssen.

Was steht uns zum Auswahl? Viele, viele Pflanzen! Ich habe im Garten Bereiche, die extrem trocken sind. Vor allem der Hang trocknet sehr schnell aus, da der Regen dort zu schnell abfliesst. Im Winter, nach der Schneeschmelze neigt er aber zu Nässe. Gar nicht einfach so eine Stelle zu bepflanzen. Nach langem Probieren hat sich bei mir folgendes bewährt: Ich habe Pflanzlöcher mit Splitt und Sand befüllt und mit ein bisschen Erde gemischt. Dadurch kann das Wasser im Winter gut abfliessen. Gepflanzt wurden Pflanzen, die mit Trockenheit gut zurecht kommen: Stipa, Sedum, Spornblume, Salbei, Lavendel, Bergminze, Schmetterlingsstrauch. Das Ergebniss lässt sich sehen 🙂

Auf dem „normalen“ Beet, habe ich Gräser gepflanzt, die mit vielen Gegebenheiten zurecht kommen und Blütenpflanzen, die weniger Wasser brauchen. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte man bei nachhaltender Trockenheit trotzdem giessen, weil die Pflanzen noch keine langen Wurzeln haben.

Giessen aber nicht verwöhnen!

Der Sommer kommt

Mich haben einige Beschwerden erreicht, dass ich angeblich zu wenig aktuelle Bildern von unserem Garten zeige 😉 Ok, ok. Ich lasse mich nicht länger bitten und zeige euch, wie es im Moment bei uns aussieht. Eine Sache ist sicher – Schmetterlinge, Bienen und co fühlen sich bei uns wohl! Es summt und brummt und wir haben schon so viele seltene Insekten in diesem Jahr gesichtet, wie nie zuvor. Als Beispiel ist eine Trauerbiene regelmäßig bei uns zu Besuch! Ich habe viel mehr Gräser nachgepflanzt und bestehende Pflanzungen an verschiedenen Stellen wiederholt. So kommt das Auge zur Ruhe und der Garten wirkt stimmiger. Viel Spass beim anschauen!

Geniessen statt giessen

Die letzten Sommern waren bei uns sehr heiss und trocken. Ich verbrachte daher sehr viel Zeit mit Giessen. Das kostete natürlich nicht nur Zeit und Kraft sondern auch Geld. Ich habe deshalb angefangen Pflanzen zu verpflanzen und trockenheitsresistente Stauden und Gehölze zu setzten. Hortensien und andere Pflanzen, die viel Wasser brauchen, habe ich jetzt nur im Schatten. Ich habe auch viel mehr Gräser, immer in einer grösseren Zahl, gepflanzt. Für einige Stauden, musste ich sogar den Boden abmagern und durchlässiger machen. Um Wasser zu sparen, mulche ich auch mit Rindenmulch (vorher Hornspäne ausbringen), Kies und Rasenschnitt.

Was für Möglichkeiten haben wir, um nicht Sklaven unseres Garten zu werden? Welche Pfanzen können wir in Betracht ziehen?

Es gibt jede Menge Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, ich möchte hier aber nur meine Lieblinge vorstellen. Ich habe mit diesen Stauden und Halbsträuchern sehr gute Erfahrungen gsammelt.

Buchsbaum oder Eibe – als Kugel oder Würfel. Ja, Ihr lest richtig. Ich finde, dass man sie prima mit Stauden kombinieren kann und ausserdem schmücken sie den Garten auch wenn sich die Stauden im Winter zurückgezogen haben und im Frühjahr sehen die Beete nicht so kahl aus. Auch Zwergige Kiefer eignen sich für diese Zwecke.

Auch Halbsträucher kann man „faulen“ Gärtner empfehlen, dazu gehören Lavendel, Echter Wermut, Blauraute oder Schmetterlingstrauch.

Die Staudenwelt ist sehr vielfaltig und wir finden darunter ganz viele Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Ich liebe zum Beispiel: Duftessel, Elfenbeindistel, Kugeldisteln, Fetthenne, Bergminnze, Eisenkraut, Wollziest, Spornblume, Katzenminze, Blütensalbei, Witwenblume, Glockenblume oder Lavendel.

Ich habe mittlerweile sehr viele Gräser, auch weil ich die Geräusche mag, die sie machen. Und manchmal weniger ist mehr – also wenige Sorten, aber in einer grösseren Zahl – dann wirken sie am Besten. Zu meinen Lieblingen zählen Sesleria Autumnalis, Molinia caerulea, Deschampsia , Stipa und Miscanthus sinensis morning light.

Sesleria Autumnalis

Alle oben genannte Stauden und Gehölze muss man lediglich einmal im Jahr entweder ganz abschneiden oder leicht beschneiden. Dünger brauchen sie kaum – es reicht für die ersten Jahre, wenn der Boden vor dem Pflanzen gut vorbereitet wurde. Giessen ist nur im ersten Jahr notwendig, danach nur wenn es wirklich sehr lange nicht regnet. Darüberhinaus sind viele von diesen Helden auch sehr beliebt bei Insekten. Also? Nicht lange überlegen, sondern zum Spaten greifen, einen hellen, am Besten sonnigen Platz aussuchen und ein eigenes, pflegeleichtes Beet planen 🙂 Ich habe unter einigen Gräsern und Stauden Terrapreta untergemischt. Der Boden für Stipa habe ich mit Splitt und Sand gemischt. Dieses Gras soll kurzlebig sein, aber nur wenn der Boden im Winter zu nass ist. Ein guter Wasserabzug ist die Voraussetzung für ihr überwintern. Viele andere Stauden sind so anpassungsfähig, dass sie mit normaler Gartenerde zurecht kommen, so lange die nicht zu schwer oder zu leicht ist. Es lohnt sich deshalb immer ein bisschen Sand und Kompost beizumischen. Nur Stipa soll man besser im mageren Boden pflanzen.